Israels Polizeiminister kritisiert Libanon-WaffenruheDer israelische Polizeiminister Itamar Ben-Gvir hat die Vereinbarung zwischen Israel und Libanon auf einen neuen Anlauf zur Umsetzung einer Waffenruhe als «schweren Fehler» kritisiert. Es handele sich um «Wunschträume von Beratern, die den Ministerpräsidenten zu falschen Entscheidungen verleiten», schrieb er in einem Post auf der Plattform X. Tatsächlich werde der Hizbullah-Miliz durch die Vereinbarung nur stärker werden. «Statt sie zu besiegen, findet sich Israel zunehmend mit ihrer Existenz ab», schrieb Ben-Gvir weiter. Der libanesische Staat sei ein «Partner des Hizbullah» und nicht in der Lage, die mit Israel verfeindete Miliz aus dem Grenzgebiet zu verdrängen. Israel und Libanon hatten sich in der Nacht erneut auf einen Weg zur Umsetzung der Waffenruhe geeinigt, die bisher faktisch unwirksam gewesen war. Dies sei abhängig von einer kompletten Einstellung der Angriffe der proiranischen Hizbullah-Miliz gegen Israel, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung nach Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertreten in Washington.USA: Libanon und Israel wollen brüchige Waffenruhe umsetzenIsrael und Libanon haben sich laut Angaben des amerikanischen Aussenministeriums auf einen Weg zur Umsetzung der bisher faktisch kaum wirksamen Waffenruhe geeinigt. Die Waffenruhe sei unter anderem abhängig von einer kompletten Einstellung der Angriffe der proiranischen Hizbullah-Miliz, heisst es in einer gemeinsamen Erklärung der beteiligten Staaten.US-Repräsentantenhaus stimmt gegen Iran-KriegDas amerikanische Repräsentantenhaus hat für den Abzug des Militärs aus Kampfhandlungen mit Iran gestimmt und damit den politischen Druck auf Präsident Donald Trump erhöht. Für einen Kampfeinsatz sei eine formelle Kriegserklärung durch den Kongress nötig, heisst es in der Resolution. Ausgenommen seien Einsätze, die zur Verteidigung der USA oder eines Verbündeten gegen unmittelbar bevorstehende Angriffe erforderlich seien. Für den Entschluss stimmten 215 Abgeordnete, 208 sprachen sich dagegen aus. Vier Abgeordnete von Trumps Republikanern stimmten mit den Demokraten und verhalfen deren Vorlage damit zum Erfolg.Die Resolution hat keine unmittelbare Konsequenz für den amerikanischen Kurs gegenüber Iran, zeigt aber den steigenden politischen Druck auf Trump - zumal in fünf Monaten die Zwischenwahlen zum Kongress bevorstehen. Immer mehr Republikaner wenden sich nun offen gegen Trumps Kriegsstrategie. Iranischer Aussenminister spricht von Kontakt mit den USAInmitten von Spekulationen über ein Ende der Verhandlungen zwischen USA und Iran betont Abbas Araghchi, der iranische Aussenminister, dass weiter Kontakte bestehen. Die Gespräche mit den USA seien nicht abgebrochen, sagte Araghchi dem libanesischen Sender Al-Majadin, der der Hizbullah-Miliz nahesteht, in einem Interview, das auch in iranischen Medien veröffentlicht wurde. Es gehe in den Verhandlungen jedoch erst voran, wenn der Krieg gegen Iran sowie in Libanon beendet sei, sagte er weiter. In den vergangenen Tagen hatten iranische Medien unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, Gespräche zwischen den Kriegsparteien seien abgebrochen worden.Trump wird laut Netanyahu über Angriffe gegen Iran entscheidenDie Entscheidung über eine Wiederaufnahme militärischer Massnahmen gegen Iran liegt laut dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu beim amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Die Streitkräfte der USA und Israels seien bereit, sagte Netanyahu in einem Interview mit dem amerikanischen Sender CNBC.Auf die Frage nach der Entwaffnung der Hamas im Gazastreifen sagte Netanyahu, dass Entscheide über entsprechende Massnahmen gemeinsam mit dem von Trump geschaffenen Friedensrat getroffen würden.Tote nach israelischen Angriffen in SüdlibanonLaut den libanesischen Behörden sind bei israelischen Angriffen in Libanon mindestens acht Personen getötet worden. Sechs Personen seien in der Nähe der Küstenstadt Tyros getötet worden. Bei einem anderen israelischen Angriff sind laut dem libanesischen Gesundheitsministerium zwei Sanitäter getötet worden, ein weiterer Sanitäter wurde schwer verletzt. Israel hat am Mittwochmorgen weiter Stellungen in Libanon angegriffen.Stringer / ReutersEin Toter und über 60 Verletzte nach iranischen Angriffen auf KuwaitBei iranischen Drohnenangriffen auf Kuwait ist eine Person getötet worden, wie das Aussenministerium des Landes mitteilt. Zudem gab laut dem Gesundheitsministerium 63 Verletzte. Bei den Angriffen in der Nacht auf Mittwoch waren unter anderem der internationale Flughafen sowie diplomatische Vertretungen getroffen worden.Iran meldet höchste Inflation seit dem Zweiten WeltkriegDas Leben in Iran wird teurer.Majid Asgaripour / Wana News AgencyMehr als drei Monate nach Kriegsbeginn ist die Inflation in Iran nach Angaben von Experten auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten gestiegen. Der Verbraucherpreisindex in den städtischen Gebieten lag im Mai 77 Prozent über dem Vorjahreswert, wie die Staatsagentur Irna unter Berufung auf die Zentralbank berichtet. Die durchschnittliche Inflationsrate der vergangenen zwölf Monate betrug rund 54 Prozent.Das auf Wirtschaftsthemen spezialisierte Bamdad-Institut in der iranischen Hauptstadt Teheran spricht von den höchsten registrierten Preissteigerungen seit dem Zweiten Weltkrieg. Auch im Vergleich zum Vormonat waren einzelne Bereiche im Mai deutlich teurer geworden. Restaurant- und Hotelpreise etwa stiegen dem Bericht zufolge im Vergleich zum April um 88 Prozent, die Preise für Verkehr und Dienstleistungen um 20 Prozent.Iranischer Drohnenangriff trifft Flughafen von KuwaitAm frühen Morgen hat ein iranischer Drohnenangriff den internationalen Flughafen von Kuwait getroffen. Dabei sind mehrere Personen verletzt worden, wie ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministerium mitteilt. Im Passagierbereich des Terminal 1 habe es ausserdem schwere Sachschäden gegeben.Die Behörde für zivile Luftfahrt teilt mit, dass alle für heute geplanten Flüge ausgesetzt oder an andere Flughäfen umgeleitet worden seien.US-Militär verkündet erfolgreiche Abwehr iranischer Angriffe in der GolfregionDas amerikanische Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht einen grösseren Angriff von Iran auf Ziele in der Golfregion erfolgreich abgewehrt. Demnach seien mehrere ballistische Raketen und Drohnen abgefangen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom auf X mit.Als Reaktion auf Irans Angriffe seien zudem «Selbstverteidigungsschläge» auf eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeshm in der Strasse von Hormuz durchgeführt worden. Die Angaben des US-Militärs liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.