In der spanischen Region Kastilien und León haben sich die konservative Volkspartei (PP) und die rechtsextreme Vox auf eine Koalitionsregierung geeinigt. Dies gaben beide Parteien bekannt. PP und Vox setzen damit rund ein Jahr vor der nächsten Parlamentswahl ihre Strategie regionaler Bündnisse fort.
Die PP hatte die Regionalwahl in der im Nordwesten Spaniens gelegenen Region Mitte März gewonnen, aber keine absolute Mehrheit erzielt. Sie war somit für eine Fortsetzung ihrer Regierung auf die Unterstützung von Vox angewiesen. Ähnliche Abkommen hatten PP und Vox zuletzt auch im westspanischen Extremadura und in Aragonien im Nordosten des Landes geschlossen.Im Gegenzug für die Unterstützung durch Vox stimmte die PP laut der Vereinbarung dem Grundsatz der »nationalen Priorität« zu. Dadurch soll der Zugang zu bestimmten Hilfen und öffentlichen Dienstleistungen danach gestaffelt werden, wie stark Menschen »tatsächlich in der Region verwurzelt« sind.
Die linke Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez reagierte mit Empörung. Der Minister für digitale Transformation, Óscar López, sprach von einer »nationalen Schande«. Es handle sich um eine »fremdenfeindliche« und »rassistische« Botschaft.PP und Vox hatten bereits 2023 in fünf Regionen Vereinbarungen geschlossen. Im Sommer 2024 zog sich Vox allerdings aus diesen Regionalregierungen zurück, nachdem es Streit über die Verteilung minderjähriger Ausländer innerhalb Spaniens gegeben hatte.
















