Bauen, bauen und nochmals bauen. Das ist das Mantra des Dresdner CDU-Bundestagsabgeordneten Lars Rohwer. Aber wie, lieber Lars?, schallt es zurück. Und womit? Und für wen? Und wo? Man habe ja kaum noch städtische Flächen, lamentiert Kristin Klaudia Kaufmann (Linke), Bürgermeisterin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und eben Wohnen.
Dass die Gewerkschaft sie und nicht den Baubürgermeister geladen hat, zeigt das Problem. Dresden hat zwar mit der „Wohnen in Dresden“ (WiD) wieder eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft, die aber nicht bauen kann, weil ihr die liquiden Mittel fehlen.
Nicht einmal hundert Leute sind der Einladung des Deutschen Gewerkschaftsbundes Sachsen und des Mietervereins Dresden und Umgebung ins Volkshaus gefolgt. Dort wird im sechsten Stock – vom Balkon hat man einen guten Überblick über die bauliche Verdichtung der Innenstadt - zum Thema „Wohnen in Dresden – 20 Jahre nach dem Verkauf der kommunalen Wohnungsgesellschaft Woba Dresden GmbH“ diskutiert.
Über Folgen und Perspektiven. Und es ist – kaum einer der Teilnehmer weiß es – ein denkwürdiger Tag. Denn in Berlin wird gerade die Novelle zum Baugesetzbuch im Bundeskabinett beschlossen. Und diese beinhaltet, zumindest aus Sicht von CDU-Mann Rohwer, alles, was es braucht, um Dresden aus seiner Wohnungsmisere zu helfen: Bauturbo, Enteignung von Schrottimmobilien sowie die Einstufung von Wohnungsbau auf neuen Flächen als „überragendes öffentliches Interesse“.







