Die 1999 mit Stefan Raabs Nummer-eins-Hit „Maschendrahtzaun“ bekannt gewordene Sächsin Regina Zindler ist einem Medienbericht zufolge tot. Zindler sei bereits am 5. Mai in Zwickau gestorben und dort inzwischen auf dem Hauptfriedhof beigesetzt worden, berichtete die „Bild“-Zeitung am Mittwoch. Ihr Ehemann sagte der Zeitung, die 78-Jährige sei an Krebs erkrankt gewesen.Raab hatte im Herbst 1999 nach einem Auftritt Zindlers in der Sat.1-Sendung „Richterin Barbara Salesch“ aus Äußerungen der Sächsin ein Countrylied gemacht. Zindler hatte in der Realitysendung im sächsischen Dialekt von einem Streit mit ihrem Nachbarn berichtet, dessen Knallerbsenstrauch ihren Maschendrahtzaun beschädige. Die zwei Wörter „Maschendrahtzaun“ und „Knallerbsenstrauch“ spielte Raab in dem Lied ein, das er zusammen mit der Countryband Truck Stop produzierte.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Das Lied „Maschendrahtzaun“ ist bis heute Raabs einziger Nummer-eins-Hit, es stand sieben Wochen an der Spitze der deutschen Charts und war auch in Österreich und der Schweiz ein Erfolg. Zindler hatte der Nutzung der Zitate zugestimmt und erhielt Medienberichten zufolge zehn Pfennig – 5,1 Cent – pro verkaufter Single. Das Lied soll sich etwa eine Million Mal verkauft haben. Im Jahr 2000 veröffentlichte Zindler auch ein eigenes Album. „Frieden am Zaun“, hieß es. Bei ihrem ersten Live-Auftritt kündigte sie gleichzeitig ihr Karriere-Ende als Popstar an. Denn: „Nun ist Friede am Zaun.“ © picture-alliance / dpa/Matthias_Hiekel Der Erfolg hatte für Zindler allerdings eine erhebliche Kehrseite: Zahlreiche Schaulustige fuhren zu ihrem Grundstück, es kam zu Partys, Sachbeschädigungen und Ruhestörungen. Zindler zog zunächst entnervt weg. Echter Medienrummel um den Maschendrahtzaun. Oder wie Regina Ziedler sagte: „Maschendroatzaun". © picture-alliance / dpa/Thomas_Kretschel Erst später machte sie ihren Frieden mit dem Hype. „Auf den Herrn Raab bin ich nicht mehr böse – der hat ja nur sein Lied gemacht, ich habe damals mein Einverständnis gegeben“, sagte sie der „Bild am Sonntag“ 2014. (AFP)
Berühmt dank Stefan Raabs „Maschendrahtzaun“: Sächsin Regina Zindler an Krebs gestorben
Vor 27 Jahren beschwerte sie sich in einer Gerichtssendung über den Knallerbsenstrauch ihres Nachbarn. Stefan Raab inspirierte der Auftritt zum Nummer-eins-Hit „Maschendrahtzaun“.






