Die EU bereitet sich auf einen verschärften Handelskonflikt mit China vor. Das berichtet die US-Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.Demnach diskutiert die EU-Kommission inzwischen offen über neue Handelsmaßnahmen gegen Peking. Hinter verschlossenen Türen habe dem Bericht zufolge zudem Einigkeit darüber geherrscht, dass die europäische Öffentlichkeit und Unternehmen auf einen möglichen Handelskrieg mit China vorbereitet werden müssten. Gleichzeitig rechnen EU-Beamte laut Bloomberg damit, dass China auf neue Beschränkungen mit Gegenmaßnahmen reagieren könnte.
Hintergrund ist die wachsende Sorge in Brüssel, dass Europas Wirtschaft zunehmend von China abhängig wird. Gleichzeitig werfen EU-Politiker Peking seit Jahren vor, heimische Unternehmen mit milliardenschweren Subventionen zu unterstützen und dadurch europäische Wettbewerber unter Druck zu setzen.
EU warnt: Handelsbeziehungen zu China „nicht tragbar“
Nach Angaben von Bloomberg berieten die EU-Kommissare vergangene Woche in einer internen Sitzung über mögliche weitere Schritte. Die EU-Kommission erklärte anschließend öffentlich, China bleibe zwar ein wichtiger Partner, der aktuelle Zustand der Handels- und Investitionsbeziehungen sei jedoch „nicht tragbar“. Hinter den Kulissen hätten die Beamten eingeräumt, dass China wahrscheinlich Vergeltungsmaßnahmen ergreifen werde, sagten die anonymen Quellen zu Bloomberg.














