Zoo Zürich verliert zum achten Mal seit 2020 einen jungen Elefanten: Neugeborenes wurde eingeschläfertAm Montag ist im Zoo Zürich ein Elefantenbaby auf die Welt gekommen. Die Geburt verlief ohne Komplikationen – doch bald danach zeigten sich beim Jungtier gesundheitliche Probleme.03.06.2026, 13.27 Uhr2 LeseminutenElefantenkuh Indi musste sich kurz nach der Geburt von ihrem Jungtier verabschieden.Tim Benz / Zoo ZürichDie 40-jährige Elefantenkuh Indi hat am Montag um 12 Uhr 25 ein männliches Jungtier geboren. Die Geburt ihres fünften Kalbes verlief komplikationslos. Doch die Freude im Zoo Zürich war nur von kurzer Dauer.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Das Jungtier habe nach der Geburt nicht selbständig aufstehen können, schreibt der Zoo Zürich am Mittwoch in einer Medienmitteilung. Das Elefantenbaby habe die Hinterbeine nicht belasten können.«Das männliche Jungtier unternahm wiederholt kräftige Aufstehversuche, konnte seine Hinterbeine jedoch nicht ausreichend belasten, weshalb es auf dem Boden liegen blieb», lässt sich der Zoodirektor Severin Dressen in der Mitteilung zitieren.Das Team habe deshalb das Jungtier von der Mutter separiert, um es zu behandeln. Die Elefantenkuh Indi habe Medikamente zur Beruhigung erhalten. Die Ärzte hätten das Jungtier mittels Infusionen mit Flüssigkeit versorgt.Bei der anschliessenden Untersuchung habe man keine offensichtlichen Verletzungen feststellen können. Trotz aller Bemühungen sei das Jungtier nicht in der Lage gewesen, die Hinterbeine ausreichend zu belasten und selbständig zu gehen.Am Abend habe man dann die Mutter wieder zu ihrem Jungtier gelassen. Auch über Nacht sei das Jungtier trotz intensiver Betreuung und kontinuierlicher tierärztlicher Überwachung nicht aufgestanden.«Nach einer erneuten Gesamtbeurteilung der Situation entschied sich das Team im Sinne des Tierwohls für die Euthanasie des Jungtiers», heisst es in der Medienmitteilung. Die Prognose habe keine Aussicht auf ein «komplikationsfreies und lebensfähiges Aufwachsen des Kalbes» zugelassen. Anschliessend habe die Mutter Indi die Möglichkeit erhalten, sich von ihrem verstorbenen Jungtier zu verabschieden.Nur die Hälfte der Geburten verlief positivIn den letzten Jahren hatte der Zoo acht verendete junge Elefanten zu beklagen. 2020 wurden zwei Jungtiere von Mitgliedern der Elefantengruppe zu Tode getreten. 2022 starben innert zweier Monate gleich drei Elefanten infolge einer Herpesvirusinfektion. Und 2023 gebar Farha einen Elefantenbullen, der kurz nach der Geburt starb. Später zeigte sich, dass gewisse Organe des Kalbs nicht richtig ausgebildet waren und es deshalb nicht lebensfähig war.Zuletzt war der Zoo 2025 vorsichtig optimistisch, nachdem Farha ein Jungtier geboren hatte. Das Tier mit dem Namen Zali schien nach der Geburt munter, starb jedoch nach kurzer Zeit an einer Verdrehung des Dünndarms.«Wir hätten uns sehr einen glücklicheren Ausgang der Trächtigkeit von Indi gewünscht», sagt Dressen. Mit einem gesunden Jungtier wäre die Elefantengruppe «nach den frustrierenden Verlusten in den vergangenen Jahren» wieder vergrössert worden. Zudem wäre eine erfolgreiche Geburt auch für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) wichtig gewesen.Der Asiatische Elefant wird auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten der Weltnaturschutzunion IUCN als stark bedroht geführt. Weltweit leben nur noch etwa 50 000 Tiere in der Natur – und ihr Bestand nimmt weiter ab.Passend zum Artikel
Gesundheitliche Probleme: Neugeborenes Elefantenbaby im Zoo Zürich eingeschläfert
Am Montag ist im Zoo Zürich ein Elefantenbaby auf die Welt gekommen. Die Geburt verlief ohne Komplikationen – doch bald danach zeigten sich beim Jungtier gesundheitliche Probleme.










