Beim Blick ins Kühlregal eines jeden Supermarkts könnte man meinen, wir Deutschen ernähren uns gesünder denn je: Hier ein Joghurt mit der Extraportion Eiweiß, dort eine Milch- oder Mozzarella-Variante als Light-Produkt – und gleich ein ganzes Regal voller Bio-Lebensmittel. Wer auf seine Linie achten möchte, hat heute die Qual der Wahl. So scheint es zumindest. Obwohl so gut wie jeder zweite Deutsche (49 Prozent) glaubt, sich heute gesünder zu ernähren, sind laut einer aktuellen Untersuchung 59 Prozent der Bevölkerung übergewichtig oder sogar fettleibig.
Lücke zwischen Wahrnehmung und Realität
Wie eine Studie der polnischen Kalorienrechner-App Fitatu zeigt, klafft bei den Deutschen zwischen der eigenen Wahrnehmung der Ernährung und der Realität eine deutliche Lücke. So gibt die Hälfte nicht nur an, sich gesünder zu ernähren – 57 Prozent sagen auch, den Konsum von Produkten mit hohem Fettgehalt bewusst zu reduzieren. Auch bei künstlichen Zusätzen wie Farb- und Aromastoffen sowie bei hoch verarbeiteten Produkten zeigten sich Verbraucher vorsichtig, da diese häufig größere Mengen an Fett, Zucker und Zusatzstoffen enthalten, die den Konsum zusätzlich begünstigen können.
„Die Daten zeigen, dass Verbraucher heute stärker auf Inhaltsstoffe und Produktzusammensetzungen achten als noch vor einigen Jahren“, sagt Patrycja Koczaska, eine Ernährungsberaterin des Unternehmens. Die Daten wurden dabei nicht von der App selbst bereitgestellt, sondern von der Marktforschungsunternehmensgruppe Kantar Group erhoben. Grundlage ist eine repräsentative Befragung von 9611 Teilnehmern in Deutschland (Alter 18–75 Jahre) im Zeitraum Juli 2024 bis Juni 2025.








