Die Zahl der Einbürgerungen hat 2025 einen neuen Höchststand erreicht: Rund 332.500 Ausländerinnen und Ausländer erhielten die deutsche Staatsangehörigkeit, wie das Statistische Bundesamt mitteilte .Das waren 14 Prozent ‌mehr als 2024 und der höchste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2000. Seitdem wurden nie mehr als 300.000 Menschen pro Jahr eingebürgert. Am häufigsten waren den Angaben zufolge sogenannte Regelfalleinbürgerungen, die eine Mindestaufenthaltsdauer von fünf Jahren in Deutschland voraussetzen, sowie Miteinbürgerungen von Ehepartnern und -partnerinnen sowie von Kindern. Insgesamt verteilten sich 91 Prozent aller Fälle auf diese beiden Einbürgerungsarten.

Der deutliche ‌Anstieg bei türkischen und russischen Staatsangehörigen ist den Angaben zufolge ​maßgeblich auf ‌die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts zurückzuführen. Seit dessen Inkrafttreten Ende Juni 2024 ist die mehrfache Staatsangehörigkeit generell möglich, während zuvor die Aufgabe der bisherigen Nationalität in der Regel Voraussetzung war.