Das Europäische Parlament ersetzt Google als Standard-Suchmaschine auf den Computern im Haus durch die französische Alternative Qwant. Das berichtet das Nachrichtenportal Politico unter Berufung auf eine interne E-Mail, die an die Abgeordneten gegangen sei. Darin heißt es demnach, dass der Wechsel am morgigen Donnerstag vollzogen werden soll. Bei dem Wechsel gehe es um digitale Souveränität und den Schutz von persönlichen Daten. Qwant soll demnach zum Einsatz kommen, wenn eine Suche in der Adresszeile von Firefox oder Edge ausgeführt wird. Abgeordnete können das aber ändern und weiterhin über Google suchen.
„Pro-europäisch“, nicht „anti-amerikanisch“
Mit dem Schritt kommt das EU-Parlament auch einer Forderung von Abgeordneten für eine größere Unabhängigkeit von US-Software nach. Im Herbst hatten einflussreiche Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Fraktionen das Parlament aufgefordert, sich vom aktuell allgegenwärtigen Officepaket Microsoft 365 zu verabschieden und auch in weiteren Bereichen mehr Unabhängigkeit gefordert. Qwant war damals als europäische Alternative zu Google namentlich genannt worden. Ein Initiator des Anliegens hat damals versichert, dass es sich nicht um eine „anti-amerikanische“, sondern eine „pro-europäische Souveränitätsmaßnahme“ handle.










