Die Wahrheit: Biergestützte Metamorphosen

Eine Fliege im Bier ist schon schlimm, aber im Hals muss sie gar nicht sein, wenn die Stammkneipenbesatzung an der Theke wichtige Dinge erörtert.

R aimund nahm einen großen Schluck Bier, hustete aber auf einmal los und spie eine Fliege aus, die betrunken über die Theke torkelte, ehe Petris, Wirt des Café Gum, sie mit seiner Fliegenpatsche platt haute.

„Bäh!“, machte Raimund. Theo grinste. „Die Frage ist: Hat sie zuletzt auf einer Himbeertorte oder in einer Biomülltonne gesessen? Ich erspare dir ekligere Möglichkeiten.“ – „Och, nö …“, stöhnte Raimund. „Du darfst dir das nicht bildlich vorstellen“, sagte Luis. „Zudem könnte es schlimmer sein. Denk nur an Jeff Goldblum in ‚Die Fliege‘: Der hat die Fliege in seinem Teleporter auch nicht bemerkt und sich dann in ein Mischwesen – halb Mensch, halb Fliege – verwandelt.“

„Boah, stimmt“, ächzte Theo angewidert. „Erinnert ihr euch, wie er Süßigkeiten immer mit diesem hochgewürgten Schleim vollgeschmaddert hat, um sie exkorporal vorzuverdauen?“ – „Uuh“, machte Luis. „Und wie ihm der Unterkiefer abfällt … grässlich!“