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Der Moment, in dem ich beschloss, mit dieser Geschichte anzufangen, kam beim Schauen einer Dokumentation über Jeffrey Epstein auf Netflix – dreißig Jahre nach meinem Debüt als Model. Ich fühlte mich diesen Geschichten erschreckend nah. Den Partys voller mächtiger Männer. Der Atmosphäre aus Reichtum und Verfügbarkeit. Und ich erinnerte mich daran, wie sehr mich all das damals bereits gelangweilt hatte.
Dann erschien plötzlich das Gesicht einer Frau auf dem Bildschirm. Ich kannte sie. War sie nicht ein Model aus meiner Zeit in Japan gewesen? Ich begann, in meinen Erinnerungen zu suchen. Ich habe ein fotografisches Gedächtnis für Gesichter. Ein Bild nach dem anderen tauchte auf, bis ich schließlich bei einer ganz bestimmten Erinnerung ankam: ein Foto aus dem Jahr 2000. Fünf Mädchen in einem Van in Tokio auf dem Weg zu Castings. Alle jung. Das ganze Leben vor uns. Zwei Jahre später arbeitete eines dieser Mädchen für Jeffrey Epstein.
Sie war jünger als ich und kam aus Polen. Ihren Namen kenne ich heute aus den Medien. Damals war sie nicht meine Freundin, nur eine Kollegin. Meine engste Freundin in dieser Saison war meine russische Roommate Olga.










