Wenn Matthias Lilienthal ankündigt, dass er die Stadt „liebevoll umarmen“ will, kann man sich auf was gefasst machen. An seiner neuen Wirkungsstätte, der Berliner Volksbühne, eröffnet Lilienthal zu Beginn der nächsten Spielzeit für zwei Monate das „Volksbad am Rosa-Luxemburg-Platz“ vor dem Theater – der Intendant als Bademeister. Im 25-Meter-Becken des Freibads gibt es Tage für die Nachbarschaft oder für Rentner, Schwimmunterricht für Kinder und, vermutlich für Nichtschwimmer, leider auch das unvermeidliche „Diskursprogramm“. Dass Lilienthal mit seinen Ambitionen zwischen Charme, Chuzpe und Größenwahn baden geht, ist in diesem Fall Programm und volle Absicht. Zumindest dass sein Theater vor lauter Diskurs-Hochstapelei eine trockene Angelegenheit wäre, kann man ihm diesmal nicht vorwerfen.
Volksbühne Berlin eröffnet Freibad: Kreative Feuchtgebiete
Zwei Monate soll das „Volksbad am Rosa-Luxemburg-Platz“ offen sein. Die Aktion passt zum etwas verrückten Intendanten Matthias Lilienthal.









