Ist es ein Rückwärtssalto, eine Arschbombe oder ein Bauchklatscher? Abgesprungen ist der neue Intendant Matthias Lilienthal jetzt jedenfalls, das Brett federt noch. Am Dienstagvormittag hat er bei seiner Antrittspressekonferenz seine Pläne für die erste Spielzeit vorgestellt. Und mit seiner Idee, die Volksbühne unter seiner Intendanz als ein Volksbad zu eröffnen, hat er auf jeden Fall schon mal einen Talking Point gesetzt, das Haus zur Stadt aufgerissen und zugleich ein Bild für die Weiterdeutung des Theaters am Rosa-Luxemburg-Platz gefunden. Außerdem gewann er auf die Berliner Art die Herzen der Berichterstattung, indem er die zahlreich erschienene Presse auf eine Runde Pommes einlud.

Volksbad in einer Visualisierung

© Volksbühne

Das Podium im Prater war betont divers besetzt, hinsichtlich der Herkünfte, Hautfarben, Sprachen und Kunstsparten. Schauspieler und Ensemblemitglied Damian Rebgetz moderierte, die aus München nach Berlin gezogene Regisseurin Anta Recke, die kapverdische Choreografin Marlene Monteiro Freitas sowie die beiden brasilianischen Choreografen Wallace Ferreira und Davi Pontes stellten ihre Produktionen vor: drei von vierzehn, die für die erste Spielzeit geplant sind – nach einem knappen Jahr Vorbereitungszeit.