Der KI-Entwickler Anthropic hat nach eigenen Angaben einen ersten formalen Schritt in Richtung Börsengang gemacht. Das Unternehmen teilte mit, bei der US-Börsenaufsicht SEC vertraulich einen Entwurf des Registrierungsdokuments (Formular S-1) für einen geplanten IPO seiner Stammaktien eingereicht zu haben. Damit eröffnet sich die Option, nach Abschluss des Prüfverfahrens an die Börse zu gehen. Mit dem Börsengang wird in diesem Jahr gerechnet. Er hänge „von den Marktbedingungen und anderen Faktoren ab“, erklärte Anthropic in einem Blogbeitrag.Der Schritt ist vorerst nicht bindend: Weder die Anzahl der angebotenen Aktien noch der mögliche Preis stehen fest. Anthropic betont, dass es sich um eine Einreichung gemäß den üblichen US-Wertpapierregeln handelt und kein Angebot zum Verkauf oder Kauf von Wertpapieren vorliegt. Erst nach Abschluss der SEC-Prüfung könnte ein tatsächlicher Börsengang folgen.

Anthropics Mythos-KI als Risiko?Anthropic ist für seinen Chatbot Claude bekannt, der vor allem von Unternehmen genutzt wird. Zudem arbeitet Anthropic an einem KI-Modell namens Mythos, das Lücken in Cybersicherheitssystemen aufspüren soll. Neben den US-Behörden hofft auch die EU auf einen testweisen Zugriff, um mögliche Risiken auszuloten. Deutsche Verfassungsschützer und Sicherheitspolitiker hatten gewarnt, Kriminelle oder staatliche Akteure könnten Mythos für Cyberangriffe nutzen.