Volksverhetzung in Flensburg: Ein Schaufenster für Judenhass
Das Amtsgericht Flensburg verurteilt einen Ladeninhaber. Der hatte per Aushang Juden ein Hausverbot erteilt. Das sei kein Antisemitismus, so der Täter.
Ganz wie vor 90 Jahren: Ein solches Schild im Schaufenster verbietet allen Menschen guten Willens den Zutritt
Sebastian Iwersen/dpa
„Juden haben hier Hausverbot – das ist nichts Persönliches und kein Antisemitismus, ich kann euch nur nicht ausstehen“: Diese Botschaft hing im September 2025 im Schaufenster eines Ladens in Flensburg. Jetzt verurteilte das Amtsgericht den Ladeninhaber und Schreiber des Zettels wegen Volksverhetzung zu sechs Monaten Haft, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Zusätzlich muss der 60-Jährige 1.200 Euro an die KZ-Gedenkstätte im Ort Ladelund zahlen.











