Alabali Radovan bricht Reise abEine Reise von Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) nach Libanon ist aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgebrochen worden. „Aufgrund laufender Bewertung der Entwicklungen der sich akut zuspitzenden Lage in Beirut wurde diese Entscheidung aus militärischen Gründen getroffen“, hieß es auf Anfrage der F.A.Z. Die Reise in die libanesische Hauptstadt Beirut sei erst während des Anflugs abgebrochen worden.Entwicklungsministerin Alabali Radovan wollte sich auf ihrem zweitägigen Besuch in Libanon ein Bild von den Auswirkungen des Krieges zwischen der Hizbullah und Israel machen. Es war geplant, dass sie mit dem norwegischen Minister Åsmund Grøver Aukrust reist. Angedacht waren unter anderem Gespräche mit Libanons Präsident Joseph Aoun, Sozialministerin Haneen Sayed, die auch verantwortlich für die Krisenkoordination des Landes ist, und Bildungsministerin Rima Karami. Im Mittelpunkt sollte unter anderem die Lage der Binnenvertriebenen stehen. „Deutschland steht an der Seite der Menschen im Libanon“, teilte Alabali Radovan vor der Abreise laut Ministerium mit.Die Lage zwischen Israel und der proiranischen Miliz Hizbullah hatte sich jüngst verschärft. Trotz einer offiziellen Waffenruhe geht der Krieg weiter - Israels Ministerpräsident kündigte am Montag Angriffe auf Beiruts Vororte an.Abermals Hinrichtungen nach Protesten in Iran In Iran sind wieder zwei Männer im Zusammenhang mit den Aufständen im Januar hingerichtet worden. Mehdad Mohammadi-Nia und Ashkan Maleki wurde unter anderem zur Last gelegt, während der Massenproteste eine Moschee in Brand gesetzt zu haben, wie das mit der Justiz verbundene Nachrichtenportal Misan berichtete. Das Urteil sei am Montagmorgen vollstreckt worden, hieß es weiter.Die Demonstrationen waren Ende Dezember wegen der Wirtschaftskrise im Land ausgebrochen und entwickelten sich rasch zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung. Der Staat ließ sie gewaltsam niederschlagen. Tausende Demonstranten wurden dabei getötet.Im Zusammenhang mit den Protesten ließ Irans Justiz mindestens 17 Menschen hinrichten, wie die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) berichtete. „Die Hinrichtung von Demonstranten und Gefangenen, denen sicherheitsrelevante Straftaten vorgeworfen werden, ist ein Mittel der Unterdrückung und der Einschüchterung der Öffentlichkeit“, schrieb die Organisation auf X.Weitere Todesopfer in LibanonBei einem israelischen Angriff in der Nacht wurden laut der libanesischen Staatsagentur NNA in Südlibanon acht Menschen getötet und 19 weitere verletzt. Die von Iran unterstützte Hizbullah hat derweil ihre Angriffe auf Nordisrael verstärkt. Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu kündigte am Morgen neue Angriffe auf Ziele der Miliz in den südlichen Vororten Beiruts an. Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz hätten der Armee unter anderem wegen der Angriffe auf israelische Orte eine entsprechende Anweisung gegeben.In Nordisrael gibt es derzeit wegen des Beschusses mit Raketen und Drohnen aus dem Nachbarland immer wieder Luftalarm. Israels Armee meldete auch einen weiteren getöteten Soldaten in Südlibanon. Israelischen Medien zufolge kam der Soldat bei einem Drohnenangriff der Hizbullah in der Nacht ums Leben. Trump zu Kritikern: „Entspannen Sie sich, am Ende wird alles gut“ US-Präsident Donald Trump ​hat sich über eine nach seiner Ansicht übermäßige Kommentierung seiner Verhandlungen mit Iran beschwert „Es ist VIEL schwieriger für mich, meine Arbeit richtig zu machen und zu ⁠verhandeln, wenn politische Wichtigtuer in einem noch nie dagewesenen Ausmaß immer wieder negativ 'dazwischenreden', dass ich schneller oder langsamer vorgehen, in den Krieg ziehen oder nicht in den Krieg ziehen sollte, oder was auch immer“, schreibt Trump auf der Plattform Truth Social. „Lehnen Sie sich einfach zurück und entspannen Sie sich, am Ende wird alles gut.“ Zugleich ‌betont Trump, der Iran wolle unbedingt ein Abkommen schließen. Dies werde ein gutes Geschäft für die USA und ihre Verbündeten sein. Sabrina FrangosUS-Militär: Haben Ziele in Iran angegriffen – Teheran meldet GegenschlagDas US-Militär hat nach eigenen Angaben am Wochenende ⁠iranische Radar- und Drohnen-Kommandozentralen in Goruk und auf der Insel Keschm angegriffen. Die Angriffe seien eine Reaktion auf aggressive Handlungen von Iran gewesen, darunter der Abschuss einer US-Drohne vom Typ ‌MQ-1 über internationalen Gewässern, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) mit. US-Kampfflugzeuge hätten demnach die Luftabwehr, eine Bodenkontrollstation und zwei Drohnen zerstört. US-Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen. Unterdessen erkläre die iranische Revolutionsgarde ‌iranischen Medien zufolge, sie hätte einen ‌Luftwaffenstützpunkt ins Visier genommen. Dieser sei von den USA für einen Angriff auf einen Telekommunikationsturm auf der Insel Sirik im Süden von Iran genutzt worden.Sabrina FrangosKuwait fängt Raketen- und Drohnenangriffe abDie kuwaitische Luftabwehr fängt Raketen- und Drohnenangriffe ab. Im ganzen Land heulen die Sirenen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Kuna. ‌Weitere Details nennt die Agentur zunächst nicht.Sabrina FrangosInsider: USA dringen auf neue Waffenruhe zwischen Israel und HizbullahDie USA unternehmen einem Insider aus US-Regierungskreisen zufolge einen neuen Anlauf für eine Waffenruhe ‌zwischen Israel und der Hizbullah-Miliz in Libanon. Die Hizbullah-Miliz solle alle Angriffe auf Israel einstellen und im ‌Gegenzug müsse Israel ‌auf eine Eskalation in Beirut verzichten, sagte ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Der amerikanische Außenminister Marco Rubio spreche über diesen Plan bereits ​mit dem libanesischen Präsidenten Joseph ⁠Aoun und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Während Aoun versuche, den Vorschlag ​voranzutreiben, fordert der libanesische Parlamentspräsident Nabih Berri dem Insider zufolge, ⁠dass Israel zuerst ‌das Feuer einstellt.Irem YildirimIrans Präsident fordert neuen Politikstil Irans Präsident Massud Peseschkian hat sich für eine grundlegende Änderung des Führungsstils im Land ausgesprochen. Zugleich wies sein Büro Rücktrittsgerüchte zurück. Peseschkian sagte laut der Agentur Fars, die Führung könne nicht allein aus einer begrenzten Gruppe von Führungskräften und Beamten bestehen. Er verlangte stattdessen die Einbindung aller gesellschaftlichen Schichten, wirtschaftlicher Akteure und Wissenschaftler sowie der Bevölkerung.Peseschkian gilt als Reformer. Seine Forderung steht im Kontrast zur Machtstruktur. Ein Blick auf die wichtigsten Vertreter der iranischen Führung zeigt, dass viele Schlüsselpositionen seit Jahrzehnten durch Personen mit engen Verbindungen zu der Islamischen Revolutionsgarde besetzt sind.Der Präsident sagte weiter, je ehrlicher man mit der Bevölkerung spreche und sie in den Prozess der Entscheidungsfindung und Problemlösung einbezöge, desto größer sei die Chance, Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Wenn die Menschen mit Notlagen konfrontiert seien, müssten auch die Verantwortlichen an ihrer Seite stehen und sich um die Lösung der Probleme bemühen. Irem YildirimWadephul: Israels Vorrücken in Libanon Anlass zur Sorge Außenminister Johann Wadephul ruft Israel und die von Iran unterstützte Hizbullah-Miliz in Libanon dringend auf, zur vereinbarten Waffenruhe zurückzukehren. „Das weitere Vorrücken der israelischen Armee im Süden Libanons gibt Anlass zu großer Sorge“, teilte der CDU-Politiker am Rande seines Besuches bei den Vereinten Nationen (UN) in der US-Ostküstenmetropole New York mit. Israel müsse bei seinem Vorgehen gegen die Hizbullah Zivilisten und zivile Infrastruktur schützen. „Jede weitere Eskalation verschärft die ohnehin schon angespannte Lage zusätzlich und sorgt für neue Fluchtbewegungen innerhalb Libanons“, warnte Wadephul. Netanjahu spricht von „entscheidender Wendung“ in LibanonIsraels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die Einnahme der strategisch bedeutsamen Kreuzritterburg Beaufort im Libanon durch die israelische Armee als „entscheidende Wendung“ im Kampf gegen die pro-iranische Hizbullah-Miliz bezeichnet. Israel sei „vereint, entschlossen und stärker als jemals zuvor“ auf die Burg zurückgekehrt, sagte Netanjahu in einem am Sonntag veröffentlichten Video. Die Einnahme der Festung sei eine „dramatische Etappe“ im israelischen Vorgehen gegen die Hisbollah.„Wir haben die Schranken der Angst durchbrochen“, sagte der israelische Regierungschef: „Wir ergreifen die Initiative, wir operieren an allen Fronten – in Syrien, im Gazastreifen, im Libanon.“Die israelische Armee hatte die Kreuzritterburg Beaufort bereits im Libanonkrieg 1982 erobert und nutzte sie bis zu ihrem Rückzug aus dem Libanon im Jahr 2000 als Stützpunkt. Beaufort gilt wegen der Lage mit Blick über weite Teile des Südlibanon als strategisch wichtiger Punkt.Iranischer Chefunterhändler: Kein Vertrauen in die USA⁠Iran wird nach den Worten seines Chefunterhändlers Mohammad Baqer Ghalibaf kein Abkommen zur Beendigung des Konflikts mit den USA akzeptieren, solange die Rechte der ‌iranischen Bevölkerung nicht gesichert sind. Es gebe kein Vertrauen in die Worte und Versprechen des Feindes, sagt Ghalibaf staatlichen Medien zufolge. Das einzige ‌Kriterium seien spürbare Ergebnisse, ‌bevor Iran seinerseits Verpflichtungen erfülle. Ghalibaf äußert sich nach seiner Vereidigung als wiedergewählter Parlamentspräsident.Israel meldet Einnahme der Burg Beaufort in LibanonIsrael hat nach eigenen Angaben im Zuge seiner Bodenoffensive gegen die Hizbullah im Süden Libanons die Burg Beaufort eingenommen. Israelische Soldaten seien „auf den Gipfel von Beaufort zurückgekehrt und haben dort erneut die israelische Flagge gehisst“, erklärte Verteidigungsminister Israel Katz am Sonntag und bezog sich auf die frühere Eroberung der mittelalterlichen Kreuzritterburg im Libanonkrieg im Jahr 1982. Zugleich riefen die israelischen Streitkräfte zur Evakuierung sämtlicher libanesischer Gebiete südlich des Flusses Sahrani auf.Klaus BardenhagenIsrael: Bodeneinsatz in Libanon ausgeweitetDie israelische Armee hat eine Ausweitung ihres Bodeneinsatzes in Libanon gemeldet. Die Offensive zur Erweiterung einer „vorgeschobenen Verteidigungslinie“ werde derzeit „auf zusätzliche Gebiete“ ausgedehnt, erklärte die Armee am Sonntag. Israelische Soldaten hätten zudem den Fluss Litani überquert.Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte bereits am Freitag erklärt, die israelischen Streitkräfte hätten den rund 30 Kilometer nördlich der gemeinsamen Grenze verlaufenden Litani überschritten. Die Armee erklärte nun, sie habe „vor einigen Tagen“ einen Einsatz in der Gegend des Beaufort-Kamms und des Wadi al-Saluki im Süden Libanons begonnen. Ziel sei es, „direkte Bedrohungen“ für Orte im Norden Israels und die Stadt Metula zu beseitigen und die operative Kontrolle im Südlibanon zu stärken.Mehr ladenTickarooLive Blog Software