Mit einem neuen Zentralprozessor für handelsübliche PCs macht Nvidia den Platzhirschen Intel und AMD Konkurrenz. Der »RTX Spark« sei darauf ausgelegt, möglichst viele KI-Berechnungen direkt auf dem PC auszuführen, statt sie in die Cloud auszulagern – so stellte Jensen Huang, Chef des weltgrößten Halbleiterkonzerns, den Chip anlässlich der Messe Computex in Taiwan vor. Der Chip sei für Rechner mit dem Betriebssystem Windows von Microsoft konzipiert. Mitentwickelt hat ihn das taiwanische Unternehmen MediaTek. Der Chip wird im Herbst erhältlich sein.Es ist das erste Mal, dass Nvidia-Chips in Windows-Geräten zum Einsatz kommen. »Der RTX Spark soll den traditionellen, App-zentrierten PC in einen Rechner verwandeln, bei dem KI-Agenten die zentrale Rolle spielen«, sagte Neil Shah, Mitbegründer des Research-Hauses Counterpoint. Intel und AMD haben bereits Chips im Angebot, die für KI-Anwendungen optimiert sind. Qualcomm ist seit einiger Zeit ebenfalls in diesem Markt aktiv. Nvidia belieferte den PC-Markt bislang mit Grafikprozessoren, mit denen KI-Systeme bei Technologiefirmen und Unternehmen weltweit betrieben werden.
Mit einer Marktkapitalisierung von über 5,5 Billionen Dollar ist Nvidia das derzeit wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt. Die Grafikprozessoren (GPU) des Unternehmens gelten als Rückgrat des weltweiten Booms bei generativer KI wie etwa großen Sprachmodellen, für die eine immense Rechenleistung nötig ist.Auch Südkorea will kooperierenNeben Taiwan hofft auch Südkorea auf engere Zusammenarbeit mit Nvidia, wie sich am Wochenstart an der Börde zeigte: Die Titel von LG steigen um fast 30 Prozent, die von Samsung um knapp zehn Prozent.










