Im vergangenen Jahr sind unter dem Strich viel weniger Menschen nach Deutschland eingewandert als noch 2024. Die sogenannte Nettozuwanderung sank um 45 Prozent auf 235 000 Personen, nach zuvor 430 000, teilt das Statistische Bundesamt mit. Mit Ausnahme der Jahre 2020 und 2021, als wegen der Corona-Pandemie weniger Menschen einwanderten, ist das der niedrigste Wert seit 2014.Den endgültigen Ergebnissen zufolge gab es insgesamt rund 1,48 Millionen Zuzüge und 1,25 Millionen Fortzüge über die ⁠deutschen Grenzen. Damit fiel die Zahl der zugewanderten Menschen um 13 Prozent, während sich die Summe der Abwanderungen um knapp zwei Prozent verringerte.Eine wesentliche Ursache für den Rückgang ist die niedrigere Zuwanderung aus ‌den Hauptherkunftsländern von Asylsuchenden und aus der Ukraine. ‌So sank die Nettozuwanderung aus Syrien um 67 Prozent auf 25 000. Aus der Türkei kamen netto 24 000 Menschen, ein Minus von 41 Prozent. Für Afghanistan registrierten die Behörden einen Rückgang um ebenfalls 41 Prozent auf 19 000. Auch die Nettozuwanderung aus der Ukraine war mit 96 000 Personen erneut rückläufig, was einem Minus von 21 Prozent zum Vorjahr entspricht.Mehr deutsche Staatsbürger wandern ausZudem trug die Migration aus der Europäischen Union zur Entwicklung bei. Der Wanderungssaldo ‌Deutschlands mit der EU ‌war mit minus 54 000 Personen erneut negativ, nach zuvor minus 34 000. Es zogen also mehr Menschen aus Deutschland in andere EU-Staaten als von dort nach Deutschland. Die größten Wanderungsdefizite verzeichnete Deutschland dabei gegenüber Polen mit minus ‌17 000 und Bulgarien mit minus 14 000 Personen.Gleichzeitig verließen mehr Deutsche das Land als zurückkehrten. Die Nettoabwanderung deutscher Staatsbürger stieg auf 97 000, nach 81 000 im Vorjahr. Hauptzielländer waren die Schweiz, Österreich und Spanien. Innerhalb Deutschlands gab es ebenfalls deutliche Verschiebungen. Die ⁠größten Wanderungsgewinne verzeichnete Brandenburg, gefolgt von Bayern und Schleswig-Holstein. Die ‌meisten Menschen ‌zogen hingegen aus Berlin, Thüringen und Nordrhein-Westfalen fort.