Als Julian Nagelsmann im März auf die WM schaute, da hatte er sich einen Stürmer gewünscht, „der in der Luft ein bisschen was regeln kann“. In seinem großen Grundsatz-Interview beim Kicker identifizierte der Bundestrainer dieses Positionsprofil als „Baustelle“, die man schließen müsse. Die beiden Kopfball-Lückenschließer Niclas Füllkrug und Tim Kleindienst würden es absehbar nicht in den Kader schaffen. Was tun? Nun, Deniz Undav präsentierte am Sonntag beim 4:0 gegen Finnland eine echte Deniz-Undav-Lösung. Man muss für ein Kopfballtor mitnichten irgendwas „in der Luft regeln“. Man muss noch nicht mal springen. Man kann auch auf Meereshöhe die Birne in eine Flanke halten, wenn man das Gespür eines Deniz Undav (1,79 Meter) hat. Lennart Karl hatte eine Ecke schnell und kurz auf Joshua Kimmich ausgeführt, in dessen Flanke lief Undav einfach mit der Stirn voran lockerleicht hinein.
Nationalmannschaft schlägt Finnland: Feelgood-Fußball mit Undav und Karl
Die deutsche Nationalmannschaft gewinnt den Test gegen Finnland dank einer engagierten zweiten Halbzeit mit 4:0.











