PfadnavigationHomePolitikDeutschlandRumoren in CDUDaniel Günther nennt Reaktion des Merz-Umfelds „unklug“Stand: 09:48 UhrLesedauer: 2 MinutenBundeskanzler Friedrich Merz (l.) mit Daniel Günther (beide CDU)Quelle: Marcus Brandt/dpaZuletzt gab es in der Union Spekulationen über einen möglichen Kanzleraustausch. Nun erhält Merz Rückendeckung von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther. Zugleich forderte er die Regierung auf, jetzt zu „liefern“.Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat den Zusammenhalt der schwarz-roten Koalition beschworen. Der CDU-Politiker forderte Union und SPD auf, Verantwortung zu übernehmen und Reformen gemeinsam voranzutreiben. Alle seien klug beraten, den Weg von Reformen mitzugehen. „Da darf keiner auf den anderen zeigen. Da sind alle in der Verantwortung“, sagte der CDU-Politiker im ARD-„Bericht aus Berlin“. Das gelte für SPD, CDU und CSU gleichermaßen. „Wir müssen jetzt liefern, der Bevölkerung zeigen, dass wir die Dinge in den Griff bekommen“, mahnte Günther.Der Ministerpräsident stellte sich zugleich an die Seite von Kanzler Friedrich Merz (CDU) und verneinte vehement, dass dieser ein Autoritätsproblem habe. „Nein, überhaupt gar nicht“, sagte Günther auf eine entsprechende Frage. Er habe die Debatte über Spekulationen über einen Kanzlertausch „ein bisschen absurd“ und auch „eher von außen aufgedrückt“ gefunden. Aus seiner Sicht habe dies keinen Wahrheitsgehalt. Lesen Sie auchMedien hatten zuletzt von Gedankenspielen innerhalb der Union berichtet, ob Merz angesichts der schwierigen Lage der schwarz-roten Koalition durch einen anderen Politiker ersetzt werden könnte. Dabei war der Name des NRW-Regierungschefs und CDU-Landesvorsitzenden Wüst gefallen. Aus dem Umfeld des Kanzlers waren die Gerüchte scharf zurückgewiesen worden. Die Idee zeuge von einer „gefährlichen Lust an der Zündelei“, hieß es.Günther betonte, er habe es „nicht hilfreich“ gefunden, dass angeblich aus dem Umfeld von Merz zu solchen Spekulationen Stellung bezogen worden sei. „Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es wirklich jemanden gibt, der so unklug ist, damit auch eine Debatte weiter am Laufen zu halten“, sagte der Ministerpräsident.dpa/kami