Die Bundesregierung rechnet einem Zeitungsbericht zufolge bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit einem höheren Defizit am Jahresende als bisher angenommen. Das Minus werde bei über fünf Milliarden Euro liegen, berichteten die „Welt“, „Business Insider“ und „Politico“ am Montag unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.Innerhalb der BA fürchte man sogar bis zu acht Milliarden Euro. Grund seien die Wirtschaftslage und die voraussichtlich höheren Arbeitslosenzahlen im Jahresdurchschnitt. Das führe zu deutlich höheren Ausgaben beim Arbeitslosengeld als bisher geplant. Die BA bestätigte dem Vorabbericht zufolge gegenüber den Medien, dass die bisherige Etat-Prognose nicht mehr zutreffe.In ihrer Haushaltsplanung vom November 2025 war die BA für das laufende Jahr von einem Defizit von knapp vier Milliarden Euro ausgegangen, basierend auf der Annahme von im Jahresdurchschnitt 2,9 Millionen Arbeitslosen. Mehr Arbeitslose als geplant Ende April erklärte die BA-Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles, dass der Bund aber nun im Jahresdurchschnitt mit 2,978 Millionen Arbeitslosen rechne und dass dies das Defizit in die Höhe treibe.Laut dem jüngsten Medienbericht sagte eine BA-Sprecherin: „Wir können damit nicht mehr davon ausgehen, dass die bisher vorgesehene Schuldenaufnahme in 2026 ausreichen wird.“ Konkrete Zahlen wolle man nicht kommentieren. (Reuters)
Milliardenschweres Minus: Defizit bei der Arbeitsagentur offenbar höher als erwartet
Die Behörde wird das Jahr laut einem Medienbericht mit einem hohen Fehlbetrag abschließen. Womöglich muss die Bundesagentur für Arbeit mehr neue Schulden machen, als bisher geplant.










