Ein Kühlschrank läuft Tag und Nacht über viele Jahre hinweg – unser Test zeigt, welche Modelle dabei wirklich effizient, alltagstauglich und langfristig günstig arbeiten.Was Sie vor dem Kauf eines Kühlschranks wissen solltenEnergieverbrauch: Ein Kühlschrank läuft rund um die Uhr. Deshalb können sparsame Modelle über zehn Jahre mehrere 100 Euro Stromkosten sparen – selbst wenn sie beim Kauf teurer sind.Temperaturregelung: Geräte mit separater Steuerung für Kühl- und Gefrierteil arbeiten oft präziser und effizienter. Einfache Drehregler ohne Temperaturanzeige erschweren die richtige Einstellung.Alltagstauglichkeit: Flexible Ablagen, leise Betriebsgeräusche, gute Beleuchtung und praktische Warnfunktionen bei offener Tür machen im Alltag einen großen Unterschied.Unser Testsieger: Miele KFN 4795 ADDer Miele KFN 4795 AD liefert das beste Gesamtpaket im Test. Das Modell kühlt Einkäufe besonders schnell herunter und verteilt die Temperatur sehr gleichmäßig, sofern die Dynacool-Funktion aktiviert ist. Diese benötigt zwar etwas mehr Energie, sorgt aber für ein messbar stabileres Klima im Innenraum.Sehr praktisch ist die umfangreiche Steuerung. Temperaturen lassen sich nicht nur einstellen, sondern auch als Soll- und Ist-Wert am Display und per App kontrollieren. Zusätzlich informiert der Kühlschrank bei offener Tür oder nach einem Stromausfall akustisch, optisch und per Smartphone-Benachrichtigung.Im Innenraum hinterlässt der Miele einen hochwertigen Eindruck. Die Gemüseschublade läuft selbst voll beladen leichtgängig auf stabilen Metallschienen. Gleichzeitig bleibt die Luftfeuchtigkeit konstant hoch, wodurch Obst und Gemüse länger frisch bleiben.Positiv fielen außerdem die leise Arbeitsweise und die SoftClose-Tür auf, die sanft schließt. Kritik gab es lediglich für die Kunststoffabdeckungen an den Griffen, die sich vergleichsweise schnell lösen können.Das NoFrost-System verhindert Eisbildung im Gefrierfach, sodass manuelles Abtauen entfällt. Im Froster fehlen allerdings Schienen für die Schubladen sowie eine Beleuchtung.Mit rund 1700 Euro ist der Kühlschrank jedoch nicht gerade günstig. Die gute Energieeffizienz gleicht den hohen Einstiegspreis nur teilweise aus. Wer vor allem sparen möchte, findet günstigere Alternativen mit ähnlich guten Gesamtkosten.Unser Preistipp: Bosch überzeugt im GesamtpaketDer Bosch KGE398IBP ist unser Preistipp. Das Modell kombiniert einen fairen Kaufpreis mit niedrigen Betriebskosten und bietet mit 249 Litern Kühlraum sowie 94 Litern Gefrierteil ausreichend Platz für viele Haushalte.Im Test kühlte der Bosch Einkäufe schnell herunter und hielt die Temperatur selbst bei einem simulierten Stromausfall über mehr als 24 Stunden stabil. Beim Funktionsumfang müssen Käufer allerdings kleine Abstriche machen. Das Display zeigt nur die eingestellte Temperatur an, nicht die aktuelle Innentemperatur.Statt NoFrost setzt Bosch auf LowFrost. Dadurch bildet sich weniger Eis, gelegentliches Abtauen bleibt aber nötig.Besonders stark ist der Kühlschrank bei den Langzeitkosten. Im Single-Szenario lagen die Stromkosten über zehn Jahre bei nur 493 Euro. Damit gehört das Modell zu den sparsamsten Geräten im Testfeld.Leise Alternative zum Testsieger: Bosch KGN39AIAUDer Bosch KGN39AIAU richtet sich an alle, die einen leisen und sparsamen Kühlschrank suchen. Mit 260 Litern Kühlraum und 103 Litern Gefrierteil bietet er viel Platz. Dank NoFrost entfällt das Abtauen komplett.Im Test punktete das Modell vor allem mit niedrigen Betriebskosten. Der Verbrauch liegt bei nur 137,1 Kilowattstunden pro Jahr. Über zehn Jahre entstehen im Single-Szenario Stromkosten von 548,50 Euro.Beim Komfort müssen Käufer allerdings auf einige Extras verzichten. Eine App-Anbindung gibt es ebenso wenig wie eine Anzeige der tatsächlichen Innentemperatur. Auch die Flexibilität im Innenraum ist etwas eingeschränkt.Mit cleverer Beleuchtung: Siemens KG39NAIAU iQ500Technisch ist der Siemens KG39NAIAU iQ500 eng mit dem Bosch-Modell verwandt. Verbrauch und Stromkosten liegen auf nahezu identischem Niveau.Im Alltag hebt sich der Siemens allerdings durch seine Beleuchtung ab. Als einziges Gerät im Test besitzt er auch im Gefrierfach eine Lampe. Zusätzlich sorgt eine seitliche LED-Beleuchtung im Kühlteil für gute Sicht.Die Temperaturverteilung im Innenraum ist sehr gleichmäßig und auch das Klima im Gemüsefach überzeugte. Lediglich die App-Funktionen fallen etwas einfacher aus.So haben wir die Kühlschränke getestetFür unseren Vergleich orientierten wir uns an relevanten Normen für Haushaltskühlgeräte, ergänzten diese aber um alltagsnahe Prüfungen. Denn niemand räumt Lebensmittel exakt nach Prüfschema ein.Vor jedem Test kalibrierten wir alle Geräte mit präzisen PT1000-Temperatursensoren. Erst wenn im Kühlteil durchschnittlich vier Grad Celsius und im Gefrierfach -18 Grad Celsius erreicht wurden, galt ein Gerät als korrekt eingestellt.Anschließend simulierten wir typische Wocheneinkäufe, kleinere Nachkäufe und häufiges Türöffnen. Spezielle Testpakete wurden zuvor in Klimakammern auf definierte Temperaturen gebracht, um realistische Situationen nachzustellen.Auch Stromausfälle und längere Leerlaufphasen wurden unter kontrollierten Bedingungen geprüft. Den Energieverbrauch erfassten wir kontinuierlich mit einem Präzisionsmessgerät.Zusätzlich analysierten wir die Luftfeuchtigkeit im Gemüsefach. Dafür kamen hochpräzise Messfühler von Vaisala zum Einsatz, die jede Sekunde neue Werte aufzeichneten.Erst diese Kombination aus Laborbedingungen und Alltagssimulation zeigt, welche Kühlschränke langfristig effizient, stabil und praktisch arbeiten.Die Testergebnisse im Überblick: Funktionen, Kühlleistung und KlimaIm direkten Vergleich zeigen sich bei den getesteten Kühl-Gefrier-Kombinationen deutliche Unterschiede in Bedienung, Kühlverhalten und der Stabilität des Innenklimas. Besonders bei der Temperaturregelung wird schnell klar, wie unterschiedlich die Konzepte der Hersteller sind.Bei den günstigeren Modellen Hisense RB327N4AD2 und Gorenje RK 4182 PS4 kommt ein sehr einfaches Bedienkonzept zum Einsatz. Die Temperatur wird über einen klassischen Drehregler eingestellt – allerdings ohne konkrete Gradangaben.Selbst in den Bedienungsanleitungen bleibt unklar, welchen tatsächlichen Temperaturwert die einzelnen Stufen entsprechen. Zusätzlich lassen sich Kühl- und Gefrierbereich nicht unabhängig voneinander steuern, was die Feinabstimmung im Alltag deutlich einschränkt. Auch zusätzliche Komfortfunktionen wie Schnellkühlen, Schnellgefrieren oder spezielle Betriebsmodi für längere Abwesenheiten fehlen bei diesen Geräten komplett.Ganz anders sieht es beim Miele KFN 4795 AD aus. Dieses Modell bietet eine deutlich umfangreichere Funktionsausstattung und verschiedene Betriebsmodi, die den Alltag flexibler machen. Besonders hervorzuheben ist der sogenannte Sabbat-Modus, bei dem Beleuchtung, Displayanzeigen und akustische Signale deaktiviert werden. Dadurch arbeitet das Gerät während bestimmter Ruhezeiten ohne sichtbare oder hörbare Rückmeldungen weiter. Auch der Siemens KG39NAIAU iQ500 sowie der Bosch KG39NAIAU verfügen über einen solchen Modus und bieten damit zusätzliche Flexibilität im Betrieb.Auch bei der Kühlleistung zeigen sich deutliche Unterschiede. Der Miele KFN 4795 AD bringt frisch eingelagerte Lebensmittel besonders schnell wieder auf die gewünschte Temperatur und erreicht die Sollwerte im Test schneller als die meisten anderen Geräte. Das günstigere Gorenje-Modell benötigt im Kühlbereich deutlich länger, um nach einem größeren Einräumen wieder stabile Temperaturen herzustellen. Im Gefrierteil arbeitet es hingegen sehr schnell und erreicht dort zügig wieder die Zieltemperatur.Ein wichtiger Punkt im Test war zudem die sogenannte Unterkühlungsgefahr. Dabei zeigt sich, dass selbst beim Miele KFN 4795 AD vereinzelt Lebensmittel im hinteren Bereich kurzzeitig unter den Gefrierpunkt geraten können, wenn sie direkt an der Rückwand liegen. Bei anderen Modellen wie dem Siemens KG39NAIAU iQ500 oder dem Samsung RB53DG706BS9 trat dieses Problem im Kühlbereich hingegen nicht auf.Neben der reinen Temperaturleistung spielt auch das Klima im Gemüsefach eine zentrale Rolle für die Frische von Lebensmitteln. Hier wurde mit speziellen Testaufbauten simuliert, wie sich empfindliche Produkte wie Salat unter realistischen Bedingungen verhalten. Dabei zeigt sich: Der Miele KFN 4795 AD hält die Luftfeuchtigkeit im Gemüsefach vergleichsweise stabil, was sich positiv auf die Haltbarkeit auswirkt. Bei günstigeren Geräten wie dem Hisense RB327N4AD2 oder dem Gorenje RK 4182 PS4 schwanken die Werte deutlich stärker.Grundsätzlich gilt dabei: Die Temperatur im Gemüsefach sollte nicht unter den Gefrierpunkt fallen. Schon leichte Minusgrade können empfindliches Gemüse dauerhaft schädigen. Entscheidend ist deshalb ein möglichst konstantes und stabiles Klima, das zur jeweiligen Lebensmittelart passt und Schwankungen im Alltag zuverlässig ausgleicht.Alltagsnutzung und Wertigkeit: Lautstärke, Verarbeitung und Komfort im VergleichIm täglichen Einsatz zeigen sich zwischen den getesteten Kühl-Gefrier-Kombinationen deutliche Unterschiede bei Lautstärke, Materialqualität und Bedienkomfort.Bei der Geräuschentwicklung liegen die leisesten Modelle klar vorn: der Miele KFN 4795 AD, der Siemens KG39NAIAU iQ500 sowie der Bosch KGN39AIAU arbeiten so leise, dass sie im Alltag kaum auffallen. Mit unter 0,6 Sone sind sie selbst in ruhigen Momenten oder offenen Wohnküchen praktisch nicht wahrnehmbar. Deutlich anders verhält es sich beim Gorenje RK 4182 PS4, der mit über 1,7 Sone spürbar lauter ist und gerade nachts oder in offenen Wohnbereichen als störend empfunden werden kann.Auch bei der Verarbeitung zeigen sich klare Unterschiede. Besonders der Gorenje RK 4182 PS4 und der Hisense RB327N4AD2 wirken einfacher konstruiert. Schubladen laufen dort weniger geschmeidig und können leichter verkanten. Im Belastungstest zeigte sich zudem eine Schwäche: Bei beiden Geräten brach eine Türablage, als eine gefüllte Ein-Liter-Flasche eingesetzt wurde – ohne dass dabei übermäßige Kraft notwendig war.Auf der anderen Seite hinterlassen der Samsung RB53DG706BS9/EF und der Miele KFN 4795 AD einen deutlich hochwertigeren Eindruck. Hier wirken Materialien und Verarbeitung stabiler, ergänzt durch durchdachte Details und zusätzliche Komfortfunktionen, die den Gesamteindruck aufwerten.Ein weiterer wichtiger Punkt im Alltag ist die Hygiene. Gerade in Kühlschränken können sich durch Feuchtigkeit, Lebensmittelreste oder Kondenswasser schnell Keime bilden – insbesondere an schwer zugänglichen Stellen. Beim Gorenje RK 4182 PS4 erschwert die Konstruktion die Reinigung zusätzlich: Viele Kanten im Innenraum sowie offenliegende Kühlrippen im Gefrierteil lassen sich nur mit Mühe sauber halten.Überraschend ist außerdem der Unterschied bei Warnfunktionen. Die Geräte von Gorenje und Hisense informieren weder bei einer zu lange geöffneten Tür noch nach einem Stromausfall über Temperaturveränderungen. Modelle wie der Samsung RB53DG706BS9/EF und der Miele KFN 4795 AD sind hier besser ausgestattet: Sie senden zusätzlich Hinweise über eine App und informieren nach Wiederkehr der Stromversorgung per Push-Nachricht. Eine Notstromversorgung für aktive Warnmeldungen während eines Stromausfalls besitzt jedoch keines der getesteten Geräte.Grundsätzlich gilt zudem: Schwankende Temperaturen wirken sich negativ auf die Haltbarkeit von Lebensmitteln aus. Besonders im Gefrierteil können wiederholte Temperatursprünge dazu führen, dass sich größere Eiskristalle bilden, wodurch Lebensmittel beim Auftauen an Qualität verlieren und wässrig werden können.Ein Detail im Alltag sticht außerdem hervor: Beim Licht setzt sich der Siemens KG39NAIAU iQ500 ab. Er ist das einzige Modell im Test, das auch im Gefrierfach über eine Beleuchtung verfügt. Zusätzlich sorgt im Kühlteil eine seitlich platzierte LED für bessere Sicht als bei klassischen Deckenleuchten.Welche Lebensmittel nicht in den Kühlschrank gehörenNicht jedes Gemüse profitiert von niedrigen Temperaturen. Gurken, Tomaten, Zucchini oder Auberginen verlieren im Kühlschrank schnell Aroma und Konsistenz. Auch Bananen, Kartoffeln, Zwiebeln und Zitrusfrüchte lagern besser außerhalb des Kühlschranks. Das Gemüsefach eignet sich dagegen besonders gut für empfindliche Produkte wie Salat, Karotten, Brokkoli oder Beeren.Weitere getestete Modelle im ÜberblickNeben den Testsiegern haben wir noch weitere Modelle getestet. Nicht alle Ergebnisse fielen positiv aus. Hier sind die Bewertungen für weitere Kühlschränke aus unserem Vergleich.Beliebter Amazon-Bestseller enttäuscht im Test: Gorenje RK 4182 PS4Der Gorenje RK 4182 PS4 gehört online regelmäßig zu den meistverkauften Kühlschränken und richtet sich klar an preisbewusste Käufer. Im Test zeigte das rund 300 Euro teure Modell mit 198 Litern Kühlvolumen und 71 Litern Gefrierraum allerdings deutliche Schwächen.Schon bei der Verarbeitung offenbarte sich Sparpotenzial. Im Belastungstest brach eine Türablage, nachdem eine gefüllte Ein-Liter-PET-Flasche aus geringer Höhe hineingestellt wurde. Außerdem verkanten die Schubladen vergleichsweise leicht. Auch die Lautstärke fiel negativ auf.Probleme zeigte der Kühlschrank zudem bei Sicherheit und Komfort. Weder bei offener Tür noch nach einem Stromausfall gibt es Warnhinweise. Gerade bei längerer Abwesenheit kann das problematisch werden.Im Alltag störte vor allem die ungleichmäßige Kühlleistung. Während das Gefrierteil sehr schnell arbeitete, brauchte der Kühlbereich lange, um nach dem Einräumen wieder die gewünschte Temperatur zu erreichen. Weil sich Kühl- und Gefrierteil nicht separat regeln lassen, kam es außerdem zu einer erhöhten Unterkühlungsgefahr. Lebensmittel an der Rückwand lagen teilweise über viele Stunden unter null Grad Celsius.Auch das Gemüsefach überzeugte nicht. Die Luftfeuchtigkeit schwankte deutlich und die Temperaturen waren eher zu hoch. Dazu kommt: Das Gefrierfach muss regelmäßig per Hand abgetaut werden.Besonders deutlich wird das Problem bei den Langzeitkosten. Über zehn Jahre entstehen im Single-Szenario Stromkosten von 854,40 Euro. Damit wird das vermeintliche Schnäppchen langfristig deutlich teurer als effizientere Alternativen.Viel Platz, aber hohe Stromkosten: Samsung RB53DG706BS9/EFDer Samsung RB53DG706BS9/EF richtet sich vor allem an große Familien. Mit 370 Litern Kühlraum und 168 Litern Gefrierteil bietet er mit Abstand den meisten Platz im Test.Zur Ausstattung gehören NoFrost und ein integrierter Eiswürfelbereiter. Positiv fiel außerdem die hochwertige Verarbeitung auf. Über die App informiert Samsung zusätzlich über offene Türen oder Temperaturanstiege nach Stromausfällen.Der große Nachteil sind allerdings die Betriebskosten. Mit 295,5 Kilowattstunden pro Jahr verbraucht der Kühlschrank deutlich mehr Strom als die sparsameren Konkurrenten. Über zehn Jahre summieren sich die Stromkosten im Single-Szenario auf 1181,90 Euro.Günstig gekauft, langfristig teuer: Hisense RB327N4AD2Auch der Hisense RB327N4AD2 lockt zunächst mit einem niedrigen Preis. Im Alltag zeigten sich jedoch Schwächen bei Verarbeitung und Komfort. Die Schubladen wirken einfacher, außerdem brach im Belastungstest ebenfalls eine Türablage.Hinzu kommt das Fehlen wichtiger Warnfunktionen bei offener Tür oder steigender Temperatur nach Stromausfällen.Besonders problematisch wird der Kühlschrank bei den Gesamtkosten. Trotz günstigem Kaufpreis landet das Modell im Vier-Personen-Szenario nach zehn Jahren bei Gesamtkosten von 1956,69 Euro. Damit ist er langfristig sogar teurer als einige deutlich hochwertigere Konkurrenten.Effizienz und Kosten: Warum der Blick auf die Stromrechnung entscheidend istFür die Bewertung der Wirtschaftlichkeit haben wir verschiedene Alltagssituationen durchgerechnet – vom Single-Haushalt bis zur vierköpfigen Familie. Diese Szenarien unterscheiden sich vor allem darin, wie oft die Kühlschränke geöffnet werden, wie viel eingekauft wird und wie lange sie ungenutzt laufen. All das beeinflusst direkt, wie oft das Gerät nachkühlen muss und damit auch den Stromverbrauch.Grundlage der Rechnung ist der gemessene Jahresverbrauch, hochgerechnet mit einem Strompreis von 0,40 Euro pro Kilowattstunde. Erst im Zusammenspiel mit dem Kaufpreis zeigt sich, welches Modell über Jahre hinweg wirklich günstig ist.Die Unterschiede sind dabei deutlich: Im Single-Szenario kommt der Bosch KGE398IBP auf die niedrigsten Stromkosten mit rund 493 Euro über zehn Jahre. Am anderen Ende liegt der Samsung RB53DG706BS9/EF, der im anspruchsvollsten Nutzungsszenario auf etwa 2900 Euro Stromkosten kommt – ein sehr hoher Wert im Vergleich zu effizienteren Geräten.Besonders interessant wird der Gesamtvergleich aus Kaufpreis und laufenden Kosten im Vier-Personen-Szenario. Hier zeigt sich, dass der zunächst günstige Hisense RB327N4AD2 über zehn Jahre auf Gesamtkosten von 1956,69 Euro kommt. Damit liegt er sogar über dem deutlich teureren Bosch KGE398IBP mit 1933,52 Euro und nur knapp unter dem Siemens KG39NAIAU iQ500 mit 2062,54 Euro. Das Ergebnis macht klar: Der niedrigste Anschaffungspreis ist nicht automatisch die günstigste Wahl.Beim Samsung RB53DG706BS9/EF zeigt sich zusätzlich, dass große Geräte mit vielen Funktionen im Alltag zwar komfortabel sind, langfristig aber auch deutlich mehr Energie verbrauchen können – selbst wenn sie technisch sehr gut ausgestattet sind.Unser FazitAlle getesteten Kühl-Gefrier-Kombinationen halten Lebensmittel zuverlässig kühl. Die größten Unterschiede zeigen sich jedoch bei Komfort, Stabilität und vor allem bei den langfristigen Kosten.Der Miele KFN 4795 AD ist technisch das stärkste Gerät im Test und überzeugt mit Komfort, schneller Kühlung und sehr stabilen Temperaturen. Der hohe Preis dürfte allerdings nicht für jeden Haushalt infrage kommen.Für viele Käufer ist der Bosch KGE398IBP deshalb die sinnvollste Wahl. Das Modell verbindet gute Technik, niedrige Stromkosten und einen moderaten Preis besonders ausgewogen.Viele unterschätzen, wie teuer ein paar Watt Unterschied über die Jahre werden können.Der Test zeigt außerdem deutlich: Ein günstiger Kühlschrank ist nicht automatisch die wirtschaftlichste Lösung. Wer langfristig rechnet, kann mit einem effizienten Mittelklasse-Modell über die Jahre mehrere 100 Euro sparen.Warum Sie dem WELT-Kaufberater vertrauen können: Der WELT-Kaufberater steht für aufwendige Tests und unabhängige Produktempfehlungen, die wirklich helfen. Dafür sorgt das Kompetenzcenter Tech & Mobility (gehört wie WELT zu Axel Springer) mit einer erfahrenen Fachredaktion und eigenem Testlabor. Seit Jahrzehnten stehen diese Experten mit ihren Tests unter anderem bei COMPUTER BILD und AUTO BILD für höchste Qualitätsstandards.Lesen Sie auch
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