Endspiel in Havanna: Die Tage des sozialistischen Kuba, dieser Sehnsuchtsinsel der Linken seit fast 70 Jahren, sind gezählt. Der Traum von einem besseren Weg im Schatten der grobkapitalistischen USA ist ausgeträumt. Wie lange es noch dauern wird, das weiß vermutlich nicht einmal US-Präsident Donald Trump, der einen Ölboykott über die Insel verhängt. Aber er hat recht, wenn er über Kuba sagt: „Ich glaube, ich kann damit machen, was ich will.“ Seine mittelalterlich anmutende Strategie des Aushungerns und ein massives Militäraufgebot mitsamt einem Flugzeugträger vor der Küste haben den Widerstand in Havanna nahezu erstickt. Jetzt geht es nur noch darum, auf welche Art das Regime abdankt. Es wurde auch Zeit.
Aus der Traum in Kuba: Von wegen „Venceremos“
Das sozialistische Sehnsuchtsprojekt Kuba ist dem Ende geweiht. Ausnahmsweise ist das einmal nicht die Schuld von Donald Trump.
Trumps Ölboykott und Militärpräsenz vor der Küste haben Kubas Widerstand nahezu gebrochen – das Ende des sozialistischen Regimes gilt als besiegelt. Der absehbare Machtwechsel dürfte Lateinamerikas Allianzen neu ordnen und westliche Sanktionen als geopolitisches Druckmittel rehabilitieren.












