PfadnavigationHomePolitikAuslandNeuer Internetauftritt„Sie wandeln unter uns“ – Weißes Haus inszeniert ICE-Einsätze als Kampf gegen AliensStand: 17:37 UhrLesedauer: 2 MinutenScreenshot einer offiziellen Seite des Weißen HausesQuelle: Screenshot WELTWie eine mystische Alien-Jagd inszeniert die Trump-Administration die Festnahmen der ICE-Einwanderungsbehörde. Auf einer neuen, grünschwarzen Website heißt es: „Sie führten ein scheinbar normales Leben.“Mit einer eigens dafür kreierten Website feiert die US-Regierung unter Präsident Donald Trump ihre radikale Abschiebepolitik. „Sie wandeln unter uns“, ist auf „aliens.gov“ als Unterseite des offiziellen Internetauftritts des Weißen Hauses zu lesen.„Sie haben in denselben Läden eingekauft, dieselben Schulklassen besucht wie unsere Kinder und führten ein scheinbar normales Leben. Mit einer Ausnahme – sie gehören nicht hierher“, ist darauf in grünem, durchlaufendem Text vor einem Sternenhintergrund zu lesen. Aufbereitet wie eine Mischung verschiedener Science-Fiction-Abenteuer und Alien-Thriller wird die angebliche Geschichte der illegalen Einwanderung erzählt, wie die US-Regierung sie darstellt: als ein lange gehütetes Geheimnis, bei dem Millionen „im Schutz der Dunkelheit“ gekommen seien und sich in der Gesellschaft eingerichtet hätten.Karte dokumentiert „Begegnungen“Diese „Aliens“ seien keine „kleinen grünen Männchen“, sondern Millionen von Illegalen, die ins Land eingefallen seien, heißt es weiter. Die Betreffenden werden auch im Weiteren konsequent als „Aliens“ bezeichnet, wobei der englische Begriff neben Außerirdischer auch Ausländer oder Fremder bedeuten kann.Lesen Sie auchEine „Alien Arrest Map“ genannte Karte der USA zeigt angeblich live die Festnahmen der Einwanderungsbehörde ICE in den USA. Eine sich stets erhöhende Zahl dokumentiert die „Begegnungen“ mit Menschen, die aus Sicht der Regierung in den USA nichts zu suchen haben. „Die Vertuschung ist vorbei. Sichert die Grenze. Schiebt sie alle ab“, heißt es abschließend. Direkt verlinkt ist auch eine Website, auf der „verdächtige“ Personen direkt an ICE gemeldet werden können.Unterdessen protestieren vor dem Abschiebezentrum Delaney Hall in Newark Gegner von Trumps Migrationspolitik gegen ICE und die Zustände in der Einrichtung. Aktivisten, Anwälte und demokratische Politiker berichten von menschenunwürdigen Bedingungen, während es vor Ort immer wieder zu Zusammenstößen mit Einsatzkräften kommt. Der Konflikt könnte vor den Zwischenwahlen im Herbst politisch gefährlich für Trump werden, weil seine harte Abschiebepolitik zunehmend Kritik und Proteste auslöst.dpa/coh