Francis Fukuyama gehört zu den bekanntesten Politologen der Geschichte – ausschließlich glücklich ist er über diesen Ruhm aber nicht. 1989 formulierte er in einer Vorlesung den Gedanken vom „Ende der Geschichte“, den er im 1992 veröffentlichten gleichnamigen Buch weiter ausführte. Ein eingängiger Slogan, der dem 1952 geborenen und heute in Stanford lehrenden Fukuyama seither in Reden und Essays immer wieder lustvoll um die Ohren gehauen wird: nach dem US-Rückzug aus Afghanistan, nach Putins Überfall auf die Ukraine ...