Eine massive Mäuseplage macht Australiens Landwirten zu schaffen. Nächtliche Aufnahmen zeigen mindestens Hunderte, eher Tausende Tiere. Farmer klagen seit Wochen über verwüstete Felder und das aufwändige, aber oft erfolglose Auslegen teurer Köder. Manche sagen, dass die diesjährige Plage bereits schlimmer sei als jene 2021.

Damals wüteten die Nager vor allem im Bundesstaat New South Wales. Nun aber sind bereits seit März sowohl Landwirte in Westaustralien betroffen als auch Farmer im Süden des Landes.Die 5500 Hektar große Farm von Belinda Eastough liegt im westaustralischen Nolba. Die Region ist eines der am stärksten betroffenen Gebiete. Hier baut die Landwirtin seit fast 40 Jahren Weizen, Raps und Lupinen an. Eastough schätzt laut einem BBC-Bericht , dass auf ihren Rapsfeldern derzeit etwa 8000 bis 10.000 Mäuse pro Hektar leben.

Untersuchungen von Fachleuten kamen bereits Anfang April auf ähnlich hohe Zahlen. Schon ab 200 Mäusen je Hektar entstünden massive Schäden. Und von einer Plage spricht Australiens Forschungsbehörde CSIRO ab 800 Mäusen je Hektar.

Die aktuelle Mäuseplage übertrifft den Schwellenwert also um ein Vielfaches. Und so drängen sich teils mehrere Tausende Tiere auf einer Fläche, die gerade mal so groß ist wie anderthalb Fußballfelder. »Ich erlebe einen Albtraum«, sagte Landwirtin Eastough.