Das Landesmuseum in Darmstadt hat wieder ein Museumscafé. Ein Gastronom aus Fulda, der 49 Jahre alte Ülkem Yel, hat die Gastronomie übernommen und betreibt das Lokal schon seit einigen Monaten. Im Sommer wird er im Innenhof und auf einer Terrasse zwischen Museum und dem modernen Nebengebäude Kaffee, Frühstück und Mittagsgerichte servieren.Nach seinen Worten ist das Café mit dem Namen „Dialog & Genuss“ von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet. Damit beginnt im Café der Betrieb schon früher als im Museum, dessen Ausstellungen von 11 Uhr an besucht werden können. Café und Museum bleiben allerdings montags geschlossen.Museumscafé verfügt über eigenen EingangDank des Verpflegungsangebots lasse sich nun ein ganzer Tag im Landesmuseum verbringen, sagte die stellvertretende Direktorin Julia Hillebrand. So werde der Ausstellungsbesuch zu einem Gesamterlebnis mit kulinarischem Genuss. Weil das Café über einen eigenen Eingang an der südwestlichen Seite des Gebäudes verfüge, könne es unabhängig vom Museumsbetrieb besucht werden.Neuer Caféwirt: Ülkem Yel hat vorher in einem Hotel in Fulda gearbeitet.Michael BraunschädelAuch vom Foyer des Museums aus ist das Café neben dem Museumsshop zugänglich. Im vergangenen Jahr war schon einmal ein Betreiber für das Café im Landesmuseum präsentiert worden, der aber den Betrieb nicht aufnahm, sodass ein neuer Wirt gesucht werden musste.Zum Frühstück wird anstelle eines Buffets zum Beispiel eine Etagere für zwei Personen zum Teilen angeboten, sagte Restaurantmeister Yel, der vorher im Hotel Esperanto in Fulda tätig war. Morgens gibt es darüber hinaus Pancakes mit verschiedenen Beeren oder Sandwiches mit Rührei, Lachs und Avocado. Frühstück wird dem Wirt zufolge bis 13 Uhr serviert. Schon von 12 Uhr an gibt es Mittagsgerichte wie Bowls mit Lachs oder Hühnchen. Reichhaltig belegte Stullen aus herzhaftem Graubrot werden mit essbaren Blüten verziert.Für hungrige Museumsbesucher: eine Stulle mit BurrataMichael BraunschädelDer Gastronom verspricht, dass die Komponenten hausgemacht sind, auch das Hummus, das mit Roter Bete oder Paprika zubereitet wird. Auf der Karte stehen auch alkoholische Getränke, etwa als Aperitif ein Johannisbeere-Rosmarin-Spritz.Der Architekt ließ sich von einer Burg inspirierenDank des Cafébetriebs ist nicht nur der Innenraum unter Gewölbebögen, sondern der Rodensteiner Hof, einer von drei Innenhöfen des Gebäudes, wieder für Besucher zugänglich. Dieser Innenhof ist historisierend gestaltet und zeigt Stilelemente aus den Jahrhunderten vor dem Bau des Museums, das im Jahr 1906 nach zehn Jahren Bauzeit fertiggestellt wurde. Der Architekt Alfred Messel ließ sich von der Burg Rodenstein bei Reichelsheim inspirieren und verwendete Formen der Romanik, Gotik und Renaissance.So stehen sich ein gotischer Spitzbogen und ein romanischer Rundbogen gegenüber. An einer Seite wird der Innenhof von einer Mauer aus grob behauenen Steinen im Stil einer Bruchsteinmauer begrenzt, während gegenüber glatter Sandstein verbaut wurde. So wirkt der Hof des gut 100 Jahre alten Museumsbaus wie der Teil einer Burg, die über Jahrhunderte nach und nach ausgebaut und erweitert worden ist und deshalb stilistische Merkmale verschiedener Epochen zeigt.Der Museumsbau wurde entworfen für die Präsentation der großherzoglichen Sammlung von Kunst verschiedener Sparten und Epochen. Heute ist das Landesmuseum ein Universalmuseum. Gezeigt werden Wechselausstellungen zeitgenössischer Malerei und Fotografie, zurzeit mit Fotos des kanadischen Rockmusikers Bryan Adams.Zur Sammlung gehören Ausstellungsstücke der Naturgeschichte wie Skelette ausgestorbener Tiere, etwa des Beutelwolfs. Im Waffensaal, errichtet im Stil einer spätgotischen Halle eines englischen Schlosses, werden in einer Dauerausstellung Hieb- und Stichwaffen sowie Rüstungen aus dem europäischen Mittelalter gezeigt.
Café eröffnet: Frühstücken im Innenhof des Landesmuseums in Darmstadt
Das Landesmuseum in Darmstadt hat einen neuen Wirt für sein Café gefunden. Unter Gewölbebögen, auf einer Terrasse und im Innenhof werden Frühstück und Mittagsgerichte serviert.









