Wie Einwanderer in der Schweiz leben ++ Massive Qualitätsunterschiede in Spitälern ++ Monte Carlo und der Traum vom ewigen Leben31.05.2026, 07.00 Uhr4 LeseminutenWenn man in der Schweiz über Zuwanderung diskutiert, dauert es nicht lange, bis Zahlen und harte Fakten auftauchen. 10 Millionen. 27 Prozent Ausländeranteil. Wohnungsnot. Stau. Volle Züge. Die Zahlen sind wichtig. Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass sie uns auch davon abhalten, über etwas anderes zu sprechen: über Menschen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.In der heutigen «NZZ am Sonntag» finden Sie gleich zwei grössere Texte zur 10-Millionen-Initiative, in denen es vor allem um Menschen geht. Der erste führt ins Appenzellerland, in die Innerschweiz und ins Emmental. An Orte also, an denen weder Hochhäuser aus dem Boden schiessen noch die S-Bahn aus allen Nähten platzt. Und doch ist die Sorge wegen der Zuwanderung dort oft besonders gross. Das mag auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen. Wer den Menschen zuhört, merkt aber schnell: Es geht selten nur um Bevölkerungszahlen. Es geht um das Gefühl, dass sich das Land verändert. Dass Vertrautes verschwindet. Dass man weniger Einfluss auf die eigene Umgebung hat als früher.Der zweite Text erzählt die Geschichte jener Menschen, die in den vergangenen Jahrzehnten in die Schweiz gekommen sind. Eine Ungarin, die vor dem Kommunismus floh. Ein Italiener, der als Gastarbeiter beschimpft wurde. Ein tamilischer Flüchtling. Eine Kosovarin. Deutsche Ärztinnen. Ein spanischer Ingenieur. Ihre Lebenswege erinnern daran, dass jede Migrationswelle zuerst Skepsis auslöste, später aber Menschen hervorbrachte, die heute ganz selbstverständlich zur Schweiz gehören.Vielleicht liegt genau darin die Schwierigkeit dieser Debatte. Beide Perspektiven sind real. Die Sorge wegen der Veränderung, aber auch die Geschichten jener Menschen, die gekommen sind, gearbeitet haben, Familien gegründet haben und heute Teil dieses Landes sind. Wer in den nächsten Tagen über die 10-Millionen-Initiative nachdenkt, sollte vielleicht beide Texte lesen. Nicht weil sie einfache Antworten liefern. Sondern weil sie zeigen, wie vielschichtig die Frage eigentlich ist.Weitere Sonntagsempfehlungen gibt es unten. Zunächst aber folgen hier die Lesetipps zur News-Lage.Aktuelles und DebattenBund verunmöglicht Spitalvergleich: Bis heute wissen Patienten nicht, welches Spital gut oder schlecht ist. Dabei sind die Qualitätsunterschiede massiv, wie neue Zahlen zeigen. Zum ArtikelKinderspitäler schlagen Alarm: Die Zahl der Kindsmisshandlungen nimmt zu. Zum ArtikelRaiffeisen-Prozess: Angeklagte legen neues Beweismaterial im Kernstück der Anklage vor. 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Hinter den Zahlen der 10-Millionen-Initiative: Eine andere Perspektive
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