Der Anarchokapitalist Peter Thiel hat eine neue Heimat gefunden – beim Anarchokapitalisten Javier MileiDer amerikanische Tech-Unternehmer siedelt nach Buenos Aires über. Er sucht seit Jahren verbissen nach einem sicheren Hafen.31.05.2026, 05.30 Uhr2 LeseminutenZu Gast bei einem Freund: Peter Thiel verlässt den argentinischen Präsidentenpalast nach einem Treffen mit Javier Milei.Matias Baglietto / ReutersDer Tech-Milliardär Peter Thiel macht sich Sorgen. Der in Deutschland geborene und in den USA aufgewachsene Investor vertritt die These, dass das Ende der Welt möglicherweise schon begonnen hat. Die Vorboten seien jedenfalls bereits unter uns. Das ist die Hauptaussage seiner Vorträge über den «Antichristen», die er weltweit hält und die genauso geheimnisumwittert wie kontrovers sind.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Vor kurzem hat Thiel das Thema in einer weiteren Runde angeschnitten – in seiner neuen Heimat Buenos Aires im Kreise argentinischer Ökonomen. Wie die «New York Times» berichtet, ist Thiel zusammen mit seinem Ehemann Matt Danzeisen und seinen Kindern ins südamerikanische Land umgezogen. Die Kinder sollen dort bereits zur Schule gehen.Hintergrund könnte aber weniger der gefürchtete Antichrist sein. Sondern vielmehr eine Abstimmung über eine umstrittene Steuer, über die in Kalifornien – Thiels bisherigem Wohnort – im November entschieden wird. Milliardäre sollen verpflichtet werden, einmalig fünf Prozent ihres Vermögens für Gesundheitsprogramme zu zahlen. Mit einem geschätzten Vermögen von 29 Milliarden Dollar würde das für Thiel teuer werden.Also machte er sich auf die Suche nach einem neuen Wohnort, wo man Superreichen wie ihm besser gesinnt ist. Und da ist Argentinien, wo seit zweieinhalb Jahren der libertäre Präsident Javier Milei regiert, eine naheliegende Wahl.Thiel besuchte Milei denn auch schon in der Casa Rosada, dem Hauptsitz der argentinischen Regierung. Der argentinische Präsident kommentierte das Treffen wie folgt: «Ein Anarchokapitalist trifft auf einen anderen Anarchokapitalisten.» Federico Sturzenegger, Mileis wichtigster Minister für Deregulierung mit Wurzeln im Appenzellerland, soll schon in Thiels neuem Zuhause zum Abendessen eingeladen gewesen sein.Reich wurde Thiel dank seinen treffsicheren Investments in Zukunftstechnologien. Er schuf zusammen mit Elon Musk den Zahlungsanbieter Paypal, stieg früh bei Facebook ein und gründete Palantir mit, wo er bis heute im Verwaltungsrat ist. Trotzdem – oder gerade deswegen – fühlte sich Thiel nirgends sicher. 2011 soll er einen neuseeländischen Pass bekommen haben, vor vier Jahren beantragte er den maltesischen.Auch Argentinien soll gemäss der «New York Times» prüfen, dem prominenten neuen Expat die Staatsbürgerschaft zu verleihen. Milei liess das dementieren. Jetzt, wo er unter seinesgleichen ist, dürfte sich Thiel auch ohne wohl fühlen.Ein Artikel aus der «NZZ am Sonntag»Passend zum Artikel
Anarchokapitalisten unter sich: Peter Thiel hat in Javier Mileis Argentinien eine Heimat gefunden
Der amerikanische Tech-Unternehmer siedelt nach Buenos Aires über. Er sucht seit Jahren verbissen nach einem sicheren Hafen.












