Kaum ein Thema wird in Deutschland so emotional diskutiert, wie die Frage, welcher Umgang mit illegaler Migration der „richtige“ ist. Mehr Abschiebungen? Mehr Grenzkontrollen? Oder doch lieber psychologische Betreuung? Zwischen Mitgefühl für Fluchtgeschichten, wachsender Unsicherheit aufgrund steigender Kriminalität und alarmierenden Hilferufen der Kommunen prallen politische und moralische Vorstellungen aufeinander.
In den Vereinigten Staaten hat sich die Migrationspolitik und der Umgang mit illegalen Migranten seit Beginn der zweiten Amtszeit des amerikanischen Präsidenten Donald Trump deutlich verschärft. Ein Agent der Border Patrol erklärt im Interview mit dieser Zeitung, warum er diesen Kurs für notwendig hält.
In Deutschland wird intensiv darüber diskutiert, wie weit ein Staat bei Grenzsicherung, Abschiebungen und Kriminalitätsbekämpfung gehen sollte. Auch in den USA wurden in der Vergangenheit unterschiedliche Ansätze verfolgt. Woran machen Sie persönlich fest, ob Grenzsicherung und damit verbundene Strafverfolgung funktioniert oder scheitert?
Ganz einfach: Strafverfolgung nützt nur dann etwas, wenn sie konsequent umgesetzt wird. Nehmen wir als Beispiel den bisherigen Umgang der USA mit Menschen, die illegal eingereist sind, sich gestellt und Asyl beantragt haben. Bisher wurden sie nach der Verhaftung erst einmal bis zum Prozess freigelassen. Was hat das bewirkt? Dass noch mehr Menschen gekommen sind. Das wurde zu einem Teufelskreis. Wenn Fehlverhalten jedoch tatsächlich Konsequenzen hat, verändert das die Situation grundlegend.







