Alle fünf tagelang in einer überfluteten Höhle in Laos eingeschlossene Goldsucher sind wieder frei und in Sicherheit. Nachdem am Freitag bereits einer von ihnen gerettet werden konnte, hätten es die restlichen vier am Samstag allein geschafft, sich aus dem Berg zu befreien, sagte der an der Rettungsmission beteiligte Höhlentaucher Josh Richards der Deutschen Presse-Agentur.Zuvor hieß es, dass es vorerst keinen weiteren Bergungsversuch für die übrigen vier Eingeschlossenen geben würde. „Was gestern passiert ist, war ein echtes Wunder“, sagte Höhlentaucher Richards, der die Mission vor Ort unterstützt. Das Risiko für weitere Bergungsversuche wurde als zu hoch eingeschätzt. Goldsucher harrten zehn Tage in Höhle aus Die Goldsucher waren vor rund zehn Tagen in der Höhle von Fluten und einem Erdrutsch überrascht worden. Vorausgegangen war heftiger Monsunregen. Seither harrten sie Hunderte Meter vom Eingang entfernt in einer engen Kammer aus.Die Einsatzteams waren mittlerweile völlig erschöpft, sagte Richards. Speziell der bekannte finnische Höhlentaucher Mikko Paasi, der die Bergungsaktion am Freitag geleitet habe, sei „fix und fertig“. Paasi war bereits 2018 maßgeblich an der erfolgreichen Rettung einer Jugend-Fußballmannschaft und ihres Trainers aus der Tham-Luang-Höhle in Thailand beteiligt.Mehrere internationale Spezialisten aus verschiedenen Ländern unterstützten seit Tagen die Einsatzkräfte vor Ort. In der Nacht war erneut Wasser aus der Höhle abgepumpt worden, teilte die laotische Rettungsorganisation Rescue Volunteer for People mit. Die Männer mussten sich teils durch vollständig überflutete Passagen zwängen. Im Laufe des Tages soll Berichten zufolge auch die Suche nach zwei noch vermissten Männern weitergehen, bislang fehlt von ihnen jede Spur, obwohl ein großer Teil der Höhle bereits abgesucht wurde. Die Hoffnung, sie noch lebend zu finden, gilt als gering.Die Zeit für die Überlebenden drängte: Mittlerweile hatten sie auch gesundheitliche Probleme. So hätten einige Hautprobleme wegen der Feuchtigkeit und andere Magen- und Darmprobleme, sagte Kengkard Bongkawong aus dem thailändischen Rettungsteam in einem Telefoninterview mit CNN. Ein weiteres Problem war Sauerstoffmangel: Die Luft in der Kammer und in den engen Tunneln ist Berichten zufolge sehr schlecht. Der gerettete Goldsucher wurde derweil am Freitagabend mit einem Krankenwagen abtransportiert. Als er aus dem Berg stieg, versicherte er aber: „Ich bin okay!“ (dpa)
Höhlendrama in Laos: Jetzt sind alle fünf Goldsucher in Sicherheit – Taucher spricht von „Wunder“
Seit zehn Tagen saßen fünf Bergarbeiter in einer engen Höhle im Norden von Laos fest. Einer von ihnen konnte gerettet werden, die anderen befreiten sich letztlich selbst.













