Der Musikkonzern Universal Music (UMG) lehnt das Übernahmeangebot der vom US-Investor Bill Ackman (60) geführten Pershing Square Capital ab. Die Offerte bewerte das Unternehmen zu niedrig, teilte UMG am Freitagabend nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Zudem werde damit kein Mehrwert geschaffen. Der Aufsichtsrat sei davon überzeugt, dass die Ablehnung auf breite Zustimmung stoße.Die Pläne von Pershing sehen vor, den weltgrößten Musikkonzern mit dem in den USA ansässigen Akquisitionsvehikel SPARC Holdings zu verschmelzen. Der Investor bietet insgesamt 30,40 Euro je UMG-Aktie. Aus dem Handel gingen die Titel am Freitag mit 19,50 Euro. Die Anteilseigner von UMG sollen 5,05 Euro je Aktie in bar erhalten, sowie 0,77 Aktien einer neuen Gesellschaft für jede gehaltene UMG-Aktie.Die Ablehnung des Angebots war bereits erwartet worden, weil der Chef des UMG-Großaktionärs Bollore, Cyrille Bollore (40), das Vorhaben bereits abgelehnt hat. Unter anderem stimme der Preis bei Weitem nicht, hatte Bollore gesagt. Seine Haltung ist entscheidend, weil er direkt und indirekt über den Medienkonzern Vivendi, den die Familie kontrolliert, insgesamt knapp 32 Prozent an UMG hält. Auch Ackman hatte eingeräumt, ein Geschäft könne ohne die Zustimmung Bollores nicht zustande kommen könne.
Universal Music Group: Musikkonzern lehnt 56-Milliarden-Euro-Offerte von Bill Ackman ab
Der US-Investor Bill Ackman und sein Hedgefonds Pershing Square sind mit ihren Übernahmeplänen für die Universal Music Group gescheitert. Laut dem Musikkonzern würde der Deal das Unternehmen erheblich unterbewerten.












