US-Medien: Keine Entscheidung bei Iran-Treffen im Weißen HausEine Lagebesprechung zum Iran-Krieg im Weißen Haus ist Medienberichten zufolge ohne eine Entscheidung von Präsident Donald Trump zu Ende gegangen. Er habe das Treffen im Lagezentrum nach zwei Stunden verlassen, berichtete unter anderem die „New York Times“ unter Berufung auf einen US-Beamten. Trump hatte zuvor eine „endgültige Entscheidung“ zu den Verhandlungen mit Iran angekündigt.Das Treffen fand im sogenannten Situation Room statt, einem abhörsicheren Lagezentrum im Weißen Haus. Dort trifft sich der US-Präsident unter anderem mit Sicherheits-, Militär- und Geheimdienstvertretern. Seit Tagen wird zwischen den USA und dem Iran intensiv über ein Abkommen für ein Ende des Iran-Kriegs verhandelt. Berichten zufolge soll eine Einigung kurz bevorstehen. Zuletzt war jedoch offen, ob Trump einer von Unterhändlern ausgehandelten Vereinbarung zustimmen wird. Auch eine Bestätigung der iranischen Führung stand zunächst aus.Fabian DrahmouneTeheran: Vorbereitungen für verschobenes Staatsbegräbnis für KhameneiDrei Monate nach der Tötung von Ayatollah Ali Khamenei am ersten Tag des Krieges haben die Behörden in Iran mit den Vorbereitungen für das zunächst verschobene Staatsbegräbnis begonnen. Es solle ein „grandioses" Ereignis im Beisein eines „großen Publikums" werden, kündigte am Freitag im staatlichen Fernsehen der Chef des für die Organisation zuständigen Islamischen Koordinierungsrates, Mohsen Mahmoudi, an. Ein Datum für das Staatsbegräbnis stehe aber noch nicht fest.Nach mehr als 36 Jahren an der Spitze der Islamischen Republik war Khamenei am 28. Februar, dem ersten Tag des Iran-Kriegs, getötet worden. Der oberste Führer Irans starb bei US-israelischen Angriffen. Unmittelbar nach der Tötung von Khamenei hatte die Führung in Teheran ein sofortiges großes Staatsbegräbnis für ihn angekündigt, dieses aber wenige Tage später auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben. Als Grund wurde dabei nicht auf den Krieg verwiesen, sondern auf den erwarteten großen Andrang bei der Trauerfeier in Teheran. Die Behörden rechneten mit „der Teilnahme von Millionen von Menschen", sagte Mahmoudi vor drei Monate beim Aufschub der Veranstaltung. Für eine solche Menschenmenge müsse „die entsprechende Infrastruktur" bereitgestellt werden.Iran widerspricht Trumps Darstellung von VereinbarungenIran hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, zentrale Vereinbarungen des geplanten Rahmenabkommens zu verzerren oder zu ignorieren. Die der Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Fars schrieb unter Berufung auf informierte Kreise, Trump versuche, einen vorgetäuschten Erfolg zu inszenieren. Außerdem befinde sich der Vertragsentwurf noch in einer abschließenden Genehmigungsphase.Konkret widerspricht Iran Trumps Aussagen in drei Punkten: Erstens habe Trump ignoriert, dass unmittelbar nach Unterzeichnung zwölf Milliarden Dollar aus eingefrorenen iranischen Auslandskonten freigegeben werden müssten. Ohne diese Freigabe werde Iran in keine weiteren Verhandlungsphasen eintreten. Zweitens enthalte das Abkommen keine Bestimmung zur gebührenfreien Öffnung der Straße von Hormus, hieß es weiter. Drittens weise Iran die Aussage zurück, das angereicherte Uran solle abgebaut oder vernichtet werden – die Absichtserklärung enthalte keine solche Bestimmung.Zudem weist der Iran auf die Forderung eines vollständigen Waffenstillstands in Libanon hin – im Sinne der libanesischen Hizbullah-Miliz. Robert DikomeitTrump will im Situation Room eine „endgültige Entscheidung“ zu Iran treffenUS-Präsident Donald Trump hat eine „endgültige Entscheidung“ zu den Verhandlungen mit Iran angekündigt. Er werde sich dazu jetzt im Lagezentrum (Situation Room) treffen, teilte Trump auf der Plattform Truth Social mit. Der Situation Room ist ein Kommandoraum im Weißen Haus. Dort trifft sich ein US-Präsident traditionell mit Sicherheits-, Militär- und Geheimdienstvertretern. Seit Tagen wird zu einem Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran intensiv verhandelt. Berichten zufolge soll eine Einigung kurz bevorstehen. Zuletzt war jedoch offen, ob Trump zustimmen wird. Auch eine Bestätigung der iranischen Führung stand zunächst aus. Fabian DrahmouneVance: „Viele Fortschritte" bei Verhandlungen mit IranDie USA und der Iran nähern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Bezüglich einer Absichtserklärung seien „viele Fortschritte" gemacht worden, es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-Vizepräsident JD Vance. Ob allerdings Präsident Donald Trump zustimmen wird, sei offen. „Ich glaube, es ist schwer zu sagen, wann genau oder ob der Präsident die Absichtserklärung unterzeichnen wird“, sagte Vance. Die Iraner schienen – zumindest Stand jetzt – in guter Absicht zu verhandeln. „Hoffentlich machen wir weiterhin Fortschritte“, fügte Vance hinzu. Aus Teheran hieß es, eine vorläufige Einigung sei bisher nicht ausformuliert und dementsprechend auch nicht bestätigt. Das meldete die den Revolutionsgarden - Irans Elitestreitmacht – nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine dem Verhandlungsteam nahestehende Quelle. Die „New York Times“ meldete unter Berufung auf drei mit den Gesprächen vertraute US-Beamte, dass man kurz vor einer Übereinkunft stehe. Diese könne die seit dem 8. April geltende Waffenruhe verlängern, zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus führen und den Weg für substanziellere Gespräche ebnen. Fabian DrahmouneUS-Militär dementiert Abschuss einer US-DrohneDas US-Militär hat iranische Berichte über eine angeblich über dem Persischen Golf abgeschossene US-Drohne dementiert. Die Berichte seien falsch, die US-Luftwaffe habe keine Verluste zu verzeichnen, teilte das zuständige Regionalkommando (Centcom) in der Nacht auf der Plattform X mit. Die den Iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor unter Berufung auf eine Militärquelle gemeldet, eine Rakete habe eine US-Drohne nahe der südlichen Hafenstadt Buschehr abgeschossen. Die Angaben beider Seiten ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Philipp von ReinersdorffIran: Noch keine Einigung auf RahmenabkommenEine vorläufige Einigung auf ein Rahmenabkommen zum Irankrieg zwischen Teheran und Washington ist nach iranischen Angaben bislang weder fertiggestellt noch bestätigt. Das berichtete die den Revolutionsgarden – Irans Elitestreitmacht – nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim am Abend. Teheran habe den pakistanischen Vermittler nicht darüber informiert, dass der Text fertiggestellt sei.Man werde sowohl den Vermittler als auch die Öffentlichkeit benachrichtigen, sobald er fertiggestellt sei, zitierte Tasnim eine Quelle aus dem Umfeld des Verhandlungsteams. Sie fügte hinzu, dass Berichte westlicher Medien, wonach das Abkommen bereits abgeschlossen sei und nur noch auf Bekanntgabe durch beide Seiten warte, falsch seien.Trotz Waffenruhe haben die USA wieder Ziele in Südiran angegriffen. Man habe sich nur verteidigt, heißt es aus Washington. Iran schlägt zurück. Gleichzeitig droht US-Präsident Donald Trump nun auch dem mit Amerika verbündeten Oman. Die Hintergründe lesen Sie hier: Khamenei: USA und Israel wollen Iran „in die Knie zwingen“ Der Oberste Führer Irans, Ayatollah Modschtaba Khamenei, hat den Vereinigten Staaten und Israel vorgeworfen, die Islamische Republik niederringen zu wollen. „Der blinde Plan des Feindes besteht darin, nach dem aufgezwungenen Krieg, dem wirtschaftlichen Druck und der politischen und propagandistischen Belagerung Spaltungen und Zerfall zu schüren, um militärische Niederlagen auszugleichen und die Nation in die Knie zu zwingen“, erklärte Chamenei in einer am Donnerstag im Staatsfernsehen verlesenen schriftlichen Botschaft.In der Botschaft rief er die Iraner zudem zu Einheit und Zusammenhalt auf. Die Erklärung wurde anlässlich des Jahrestags der Gründung des nationalen Parlaments der Islamischen Republik verbreitet. Der Khamenei hatte die Nachfolge seines Vaters Ali Khamenei angetreten. Dieser war am 28. Februar am ersten Tag der Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels auf Iran getötet worden. Teheran reagierte darauf mit Vergeltungsangriffen in der gesamten Region.Modschtaba Khamenei wurde bei den Angriffen nach iranischen Angaben selbst verletzt und trat seitdem nicht mehr öffentlich auf. Der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums erklärte am Montag, Khamenei leide unter „oberflächlichen Verletzungen im Gesicht, am Kopf und an den Beinen“. Der amerikanische Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am 13. April hingegen erklärt, Khamenei sei „verwundet und vermutlich entstellt“.Amerikaner bestätigen LuftangriffDas amerikanische Militär hat den nächtlichen Luftangriff auf ​Iran bestätigt. Die Streitkräfte hätten fünf aus Iran gestartete Angriffsdrohnen abgefangen, teilt das amerikanische Zentralkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Zudem sei der Start einer sechsten Drohne von ⁠einer iranischen Bodenkontrollstation in der südlichen Hafenstadt Bandar Abbas verhindert worden. Ein US-Vertreter hatte zuvor von einem rein defensiven Einsatz zur Aufrechterhaltung der Waffenruhe gesprochen. Israel greift Beiruter Vorstädte anDie von der Hizbullah beherrschten südlichen Vorstädte Beiruts sind von einem israelischen Luftangriff erschüttert worden. Die Armee sprach von einem „gezielten Schlag“. Offensichtlich handelte es sich um einen Drohnenangriff, der ein Wohnhaus traf. Videoaufnahmen aus der Gegend zeigen Zivilisten, die in Panik fliehen. Laut unbestätigten Berichten libanesischer Fernsehsender galt die Attacke einem hohen Kommandeur der Raketeneinheit der von Iran gelenkten Hizbullah.Iran kritisiert Verletzung der Waffenruhe Iran hat die jüngsten US-Angriffe als Verletzung der Waffenruhe bezeichnet. Teheran werde „alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine nationale Souveränität zu verteidigen“, sagte der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei. Die USA hatten in der Nacht zum zweiten Mal in dieser Woche Ziele im Iran angegriffen; Teheran reagierte nach eigenen Angaben mit einem Vergeltungsschlag auf den US-Stützpunkt, von dem die Attacke ausging.Bakaei äußerte zudem Solidarität mit dem Oman und verurteilte die „drohende Rhetorik amerikanischer Regierungsvertreter gegenüber Iran und mehreren Ländern in der Region“. Donald Trump hatte zuvor auch dem eigentlich mit Washington verbündeten Oman mit einem Angriff gedroht, sollte das Sultanat sich auf die Seite Irans stellen. Oman müsse sich „benehmen“, sagte Trump bei der Kabinettssitzung am Mittwoch. Andernfalls müssten die USA „sie in die Luft jagen“. Mehr ladenTickarooLive Blog Software