Trump will im Situation Room eine „endgültige Entscheidung“ zu Iran treffenUS-Präsident Donald Trump hat eine „endgültige Entscheidung“ zu den Verhandlungen mit Iran angekündigt. Er werde sich dazu jetzt im Lagezentrum (Situation Room) treffen, teilte Trump auf der Plattform Truth Social mit. Der Situation Room ist ein Kommandoraum im Weißen Haus. Dort trifft sich ein US-Präsident traditionell mit Sicherheits-, Militär- und Geheimdienstvertretern. Seit Tagen wird zu einem Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran intensiv verhandelt. Berichten zufolge soll eine Einigung kurz bevorstehen. Zuletzt war jedoch offen, ob Trump zustimmen wird. Auch eine Bestätigung der iranischen Führung stand zunächst aus. Fabian DrahmouneVance: „Viele Fortschritte" bei Verhandlungen mit IranDie USA und der Iran nähern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Bezüglich einer Absichtserklärung seien „viele Fortschritte" gemacht worden, es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-Vizepräsident JD Vance. Ob allerdings Präsident Donald Trump zustimmen wird, sei offen. „Ich glaube, es ist schwer zu sagen, wann genau oder ob der Präsident die Absichtserklärung unterzeichnen wird“, sagte Vance. Die Iraner schienen – zumindest Stand jetzt – in guter Absicht zu verhandeln. „Hoffentlich machen wir weiterhin Fortschritte“, fügte Vance hinzu. Aus Teheran hieß es, eine vorläufige Einigung sei bisher nicht ausformuliert und dementsprechend auch nicht bestätigt. Das meldete die den Revolutionsgarden - Irans Elitestreitmacht – nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine dem Verhandlungsteam nahestehende Quelle. Die „New York Times“ meldete unter Berufung auf drei mit den Gesprächen vertraute US-Beamte, dass man kurz vor einer Übereinkunft stehe. Diese könne die seit dem 8. April geltende Waffenruhe verlängern, zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus führen und den Weg für substanziellere Gespräche ebnen. Fabian DrahmouneUS-Militär dementiert Abschuss einer US-DrohneDas US-Militär hat iranische Berichte über eine angeblich über dem Persischen Golf abgeschossene US-Drohne dementiert. Die Berichte seien falsch, die US-Luftwaffe habe keine Verluste zu verzeichnen, teilte das zuständige Regionalkommando (Centcom) in der Nacht auf der Plattform X mit. Die den Iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor unter Berufung auf eine Militärquelle gemeldet, eine Rakete habe eine US-Drohne nahe der südlichen Hafenstadt Buschehr abgeschossen. Die Angaben beider Seiten ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Philipp von ReinersdorffIran: Noch keine Einigung auf RahmenabkommenEine vorläufige Einigung auf ein Rahmenabkommen zum Irankrieg zwischen Teheran und Washington ist nach iranischen Angaben bislang weder fertiggestellt noch bestätigt. Das berichtete die den Revolutionsgarden – Irans Elitestreitmacht – nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim am Abend. Teheran habe den pakistanischen Vermittler nicht darüber informiert, dass der Text fertiggestellt sei.Man werde sowohl den Vermittler als auch die Öffentlichkeit benachrichtigen, sobald er fertiggestellt sei, zitierte Tasnim eine Quelle aus dem Umfeld des Verhandlungsteams. Sie fügte hinzu, dass Berichte westlicher Medien, wonach das Abkommen bereits abgeschlossen sei und nur noch auf Bekanntgabe durch beide Seiten warte, falsch seien.Trotz Waffenruhe haben die USA wieder Ziele in Südiran angegriffen. Man habe sich nur verteidigt, heißt es aus Washington. Iran schlägt zurück. Gleichzeitig droht US-Präsident Donald Trump nun auch dem mit Amerika verbündeten Oman. Die Hintergründe lesen Sie hier: Khamenei: USA und Israel wollen Iran „in die Knie zwingen“ Der Oberste Führer Irans, Ayatollah Modschtaba Khamenei, hat den Vereinigten Staaten und Israel vorgeworfen, die Islamische Republik niederringen zu wollen. „Der blinde Plan des Feindes besteht darin, nach dem aufgezwungenen Krieg, dem wirtschaftlichen Druck und der politischen und propagandistischen Belagerung Spaltungen und Zerfall zu schüren, um militärische Niederlagen auszugleichen und die Nation in die Knie zu zwingen“, erklärte Chamenei in einer am Donnerstag im Staatsfernsehen verlesenen schriftlichen Botschaft.In der Botschaft rief er die Iraner zudem zu Einheit und Zusammenhalt auf. Die Erklärung wurde anlässlich des Jahrestags der Gründung des nationalen Parlaments der Islamischen Republik verbreitet. Der Khamenei hatte die Nachfolge seines Vaters Ali Khamenei angetreten. Dieser war am 28. Februar am ersten Tag der Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels auf Iran getötet worden. Teheran reagierte darauf mit Vergeltungsangriffen in der gesamten Region.Modschtaba Khamenei wurde bei den Angriffen nach iranischen Angaben selbst verletzt und trat seitdem nicht mehr öffentlich auf. Der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums erklärte am Montag, Khamenei leide unter „oberflächlichen Verletzungen im Gesicht, am Kopf und an den Beinen“. Der amerikanische Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am 13. April hingegen erklärt, Khamenei sei „verwundet und vermutlich entstellt“.Amerikaner bestätigen LuftangriffDas amerikanische Militär hat den nächtlichen Luftangriff auf ​Iran bestätigt. Die Streitkräfte hätten fünf aus Iran gestartete Angriffsdrohnen abgefangen, teilt das amerikanische Zentralkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Zudem sei der Start einer sechsten Drohne von ⁠einer iranischen Bodenkontrollstation in der südlichen Hafenstadt Bandar Abbas verhindert worden. Ein US-Vertreter hatte zuvor von einem rein defensiven Einsatz zur Aufrechterhaltung der Waffenruhe gesprochen. Israel greift Beiruter Vorstädte anDie von der Hizbullah beherrschten südlichen Vorstädte Beiruts sind von einem israelischen Luftangriff erschüttert worden. Die Armee sprach von einem „gezielten Schlag“. Offensichtlich handelte es sich um einen Drohnenangriff, der ein Wohnhaus traf. Videoaufnahmen aus der Gegend zeigen Zivilisten, die in Panik fliehen. Laut unbestätigten Berichten libanesischer Fernsehsender galt die Attacke einem hohen Kommandeur der Raketeneinheit der von Iran gelenkten Hizbullah.Iran kritisiert Verletzung der Waffenruhe Iran hat die jüngsten US-Angriffe als Verletzung der Waffenruhe bezeichnet. Teheran werde „alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine nationale Souveränität zu verteidigen“, sagte der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei. Die USA hatten in der Nacht zum zweiten Mal in dieser Woche Ziele im Iran angegriffen; Teheran reagierte nach eigenen Angaben mit einem Vergeltungsschlag auf den US-Stützpunkt, von dem die Attacke ausging.Bakaei äußerte zudem Solidarität mit dem Oman und verurteilte die „drohende Rhetorik amerikanischer Regierungsvertreter gegenüber Iran und mehreren Ländern in der Region“. Donald Trump hatte zuvor auch dem eigentlich mit Washington verbündeten Oman mit einem Angriff gedroht, sollte das Sultanat sich auf die Seite Irans stellen. Oman müsse sich „benehmen“, sagte Trump bei der Kabinettssitzung am Mittwoch. Andernfalls müssten die USA „sie in die Luft jagen“. Mathias PeerIsraels Armee greift im Südlibanon anDie israelische Armee hat nach eigenen Angaben im Süden des Libanons Stellungen der proiranischen Hizbullah-Miliz angegriffen. Es sei „Infrastruktur“ der Schiiten-Miliz in der Stadt Tyrus attackiert worden, teilte die Armee am frühen Morgen mit. Zu möglichen Opfern gab es zunächst keine Informationen. Zugleich meldete die Armee, ein mutmaßlicher Drohnenangriff auf israelische Truppen im Süden des Nachbarlandes sei abgewehrt worden. Das „verdächtige“ Flugobjekt sei über einem Gebiet abgefangen worden, in dem Israels Soldaten im Einsatz seien. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.Eigentlich gilt seit Mitte April eine Waffenruhe. Darauf hatten sich die israelische und die libanesische Regierung, die selbst keine Konfliktpartei in dem Krieg ist, geeinigt. Die Hizbullah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel ab. Faktisch läuft der Krieg ohnehin weiter. Zuletzt hatte sich die Lage abermals deutlich zugespitzt.Mathias PeerUS-Sanktionen gegen Irans Behörde zur Kontrolle der Straße von HormusDie US-Regierung hat die von Iran neu geschaffene Behörde zur Kontrolle und Mauterhebung in der Straße von Hormus mit Sanktionen belegt. Der Plan, eine Gebühr für die Durchquerung der Meerenge zu erheben, verstoße gegen internationales Recht, erklärte das Finanzministerium in Washington. Die US-Regierung warnt Reeder vor einer Zusammenarbeit mit der Behörde, um die Meerenge zu passieren. Dies könne als Unterstützung der iranischen Revolutionsgarden – der Elitestreitmacht der Islamischen Republik – aufgefasst und ebenfalls mit Sanktionen belegt werden.Westliche Regierungen und die Staaten am Persischen Golf lehnen Irans Maut-Pläne ebenso ab wie Schiffsbetreiber. Reeder, die auf den Zugang zu westlichen Märkten und auf Geschäfte in US-Dollar angewiesen sind, dürften sich nun aufgrund der Sanktionen wohl erst recht nicht auf Mautzahlungen an die Behörde einlassen. Mathias PeerIran meldet Vergeltungsangriff auf US-StützpunktAls Vergeltung für nächtliche Angriffe hat Iran nach Angaben des staatlichen Fernsehens einen amerikanischen Stützpunkt angegriffen. Ziel sei der Stützpunkt gewesen, von dem aus zuvor die Angriffe auf Iran ausgeführt worden seien, berichtete das Fernsehen unter Berufung auf die Revolutionsgarden. Angaben zum Ort des US-Stützpunktes wurden nicht gemacht, allerdings meldete das mit Washington verbündete Golfemirat Kuwait Drohnen- und Raketenangriffe auf sein Land. Die Luftabwehr sei im Einsatz, die Attacken abzuwehren, teilte das Militär des Landes am frühen Morgen auf der Plattform X mit. Zu möglichen Schäden und Opfern gab es zunächst keine Informationen. Woher der Beschuss erfolgte, wurde zunächst ebenfalls nicht mitgeteilt. 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