SPIEGEL-Moderator Markus Feldenkirchen im Gespräch mit Robert Habeck im Admiralspalast in Berlin: »Ich hatte keinen Plan für danach«

Am Ende des Abends muss Robert Habeck, wie alle Gäste beim SPIEGEL-Spitzengespräch, einige Sätze vollenden, die ihm der SPIEGEL-Moderator Markus Feldenkirchen stellt.Was er denn an Markus Söder am meisten bewundere? Es ist eine kleine Spitze, denn der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident gehört zu jenen Politikern, die den Grünenpolitiker einst den schlechtesten Wirtschaftsminister nannten, den die Bundesrepublik je gehabt hätte.

Habeck, 56 Jahre alt, überlegt einen kurzen Moment. Dann sagt er einen knappen, schnörkellosen Satz: »Markus Söder gehört wirklich zu den Menschen, an denen ich nichts bewundere.«Im Admiralspalast in Berlin brandet Gelächter und Applaus auf. Und auch Habeck kann sich an diesem Freitagabend in Berlin ein Grinsen nicht verkneifen.Fast zwei Stunden lang stellte sich Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck an diesem frühsommerlichen Maiabend den Fragen des Moderators.

Er wirkt gut gelaunt und entspannt. In den vergangenen Monaten, seitdem er den Bundestag im Spätsommer 2025 als Abgeordneter verlassen hat, bewegt sich Habeck außerhalb der Politik.Er war an der University of Pennsylvania, den Januar über lehrte er an der Hebrew University in Jerusalem, war danach auf dem Campus in Berkeley, arbeitet derzeit in Kopenhagen am Dänischen Institut für Internationale Studien. Und hat mit »Habeck live« seit Oktober vergangenen Jahres ein eigenes Talkformat am Berliner Ensemble.