Für Tennisprofi Alexander Zverev sind die Chancen auf seinen ersten Grand-Slam-Sieg schlagartig gestiegen. Während der 24-malige Grand-Slam-Champion Novak Djokovic, 39, bei den French Open in Paris am Freitag wie der Weltranglistenerste Jannik Sinner am Donnerstag ausschied, meisterte der Deutsche seine Aufgabe in der dritten Runde, wenn auch mühevoll. Spät in der Freitagnacht, um 0.49 Uhr, verwandelte der 29-Jährige seinen dritten Matchball zum 6:4, 6:3, 5:7, 6:2 gegen den französischen Weltranglisten-90. Quentin Halys, 29. Im Achtelfinale trifft Zverev wieder auf einen Außenseiter. Sein Gegner am Sonntag ist der Niederländer Jesper De Jong, 25, 106. der Weltrangliste. „Ich bin glücklich über das Niveau, das ich am Ende gezeigt habe“, sagte Zverev nach seinem Sieg. „Ich fühle mich gut, auch wenn ich heute einen kleinen Durchhänger hatte.“Der Weltranglistenzweite und Titelverteidiger Carlos Alcaraz aus Spanien hatte bereits vor dem Turnier seinen Start aufgrund einer Handgelenksverletzung zurückgezogen. Somit ist Zverev als Dritter der am höchsten in der Weltrangliste platzierte Spieler, der auf den Titelgewinn hoffen darf. In jedem Fall wird das Männerturnier einen erstmaligen Grand-Slam-Sieger erleben. Djokovic war der letzte verbliebene Profi im Feld, der schon zu den höchsten Tennisehren kam. Der Italiener Sinner hatte in einer dramatischen Partie und nach einem körperlichen Einbruch gegen den Argentinier Juan Manolo Cérundolo verloren. Der Serbe Djokovic unterlag dem Brasilianer João Fonseca, 19, in der Partie vor dem Zverev-Match mit 6:4, 6:4, 3:6, 5:7, 5:7. Djokovic ließ später offen, ob er 2027 nach Paris zurückkehren werde. „Ich weiß es nicht“, sagte er.Björn Borg im SZ-Interview:„Ich wusste: Ich werde sterben, wenn ich die Drogen nicht loswerde“Björn Borg war der erste Popstar des Tennis, bis er abrupt die Karriere beendete und privat wie beruflich abstürzte. Im Interview spricht der bald 70-Jährige über lauernde Fans in Hotels, Kokainnächte in New York, zwei Nahtoderfahrungen – und darüber, wie er sein Glück wiederfand.Zverev fand gut in die Partie, schaffte gleich das Break, gewann das Aufschlagspiel von Halys. Der konterte mit einem Re-Break, doch Zverev spielte seine Klasse aus und zog davon. Beim Masters-Turnier in Miami im März hatten die beiden gegeneinander gespielt, damals hatte Zverev 7:6, 7:6 gewonnen, auf dem Hartplatz in Florida war der harte Aufschlag von Halys gut zur Geltung gekommen. Auf dem Sandplatz von Paris, der Geschwindigkeit vom Ball nimmt, wirkte sein Service aber kaum weniger bedrohlich. Zverev schaffte auch im zweiten Satz früh ein Break. Im dritten Satz fing Zverev allerdings an, unkonzentrierter zu agieren. Er ließ beste Chancen nach einer 2:0-Führung aus, spielte zu passiv, baute seinen Gegner auf. Die Zuschauer jubelten, La Ola schwappte über die Tribünen. Völlig ohne Not überließ er Halys diesen Durchgang. Immerhin fing er sich im vierten Satz.Für Boris Becker, 58, den früheren Weltranglistenersten und sechsmaligen Grand-Slam-Sieger, kann es nun nur noch einen Sieger in Paris geben: „Wenn ich dies aus der Perspektive von Alexander Zverev beurteilen darf: Es gibt keinen Spieler, vor dem er Angst haben müsste“, sagte der Kommentator von Eurosport bereits nach dem Aus von Sinner. Becker ist der letzte deutsche männliche Grand-Slam-Sieger, mit seinem Triumph 1996 bei den Australian Open. Beckers Urteil: „Für mich ist er – Stand heute – der Topfavorit auf den Titel.“ Zverev stand bislang in drei Grand-Slam-Finals, bei den US Open 2020, den French Open 2024 und den Australian Open 2025. Die vier Grand-Slam-Turniere finden jährlich in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York statt.
Tennisprofi Alexander Zverev siegt und ist nun Topfavorit bei den French Open.
Für Alexander Zverev sind bei den French Open die Chancen auf seinen ersten Grand-Slam-Titel schlagartig gestiegen.










