Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesGericht stoppt Trumps Entschädigungsfonds für angebliche Justizopfer vorerstKrieg mit Iran treibt US-Inflation auf Drei-Jahres-Hoch Trump erneuert Klage gegen „Wall Street Journal“Jill Biden dachte, ihr Mann hätte im TV-Duell einen SchlaganfallRückschlag für Trump: Keine neuen Wahlkreis-Zuschnitte in Alabama und South CarolinaTrumps Name muss vom Kennedy-Center entfernt werdenEin Bundesrichter in Washington hat angeordnet, den Namen von US-Präsident Donald Trump von der Fassade und allen offiziellen Signaturen des John-F.-Kennedy-Centers zu entfernen. Die Entscheidung, ihn dort hinzuzufügen, sei rechtswidrig gewesen. Das Kuratorium des Kulturzentrums hatte im Dezember 2025 die Umbenennung beschlossen. Das Gesetz zur Einrichtung des Kennedy-Centers mache es „kristallklar“, dass die Institution nur den Namen des früheren Präsidenten John F. Kennedy tragen dürfe, so Bundesrichter Christopher R. Cooper. „Der Kongress hat dem Kennedy-Center seinen Namen gegeben, und nur der Kongress kann ihn ändern.“ „Der Kongress hat dem Kennedy-Center seinen Namen gegeben, und nur der Kongress kann ihn ändern.“Bundesrichter Christopher R. CooperDer Richter stoppte vorübergehend auch den Plan, das Kennedy-Center im Sommer für Renovierungsarbeiten zu schließen, der kurz nach einer Ankündigung Trumps bekannt wurde, das Center für zwei Jahre stillzulegen. Beide Entscheidungen des Bundesrichters erfolgten in Reaktion auf die Klage einer demokratischen Abgeordneten aus Ohio.Im Bau des Kennedy-Centers am Potomac-Fluss werden traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik gezeigt. Trump hatte das Center kurz nach seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr unter seine Kontrolle gebracht und einen Kampf gegen „anti-amerikanische Propaganda“ in der Kulturwelt angekündigt. Er entließ mehrere Mitglieder des Kuratoriums, übernahm den Vorsitz und beauftragte seinen Vertrauten Richard Grenell, die Institution neu auszurichten. Republikaner teilen Wahlbezirke in Louisiana neu aufIm Bundesstaat Louisiana haben die Republikaner einen mehrheitlich schwarzen Wahlkreis zu ihren Gunsten neu zugeschnitten. Der Senat des Bundesstaates billigte eine neue Aufteilung der sechs Kongressbezirke, die den Republikanern bei den Zwischenwahlen im November einen weiteren Sitz bescheren könnte. Betroffen ist vor allem der Wahlkreis des schwarzen demokratischen Abgeordneten Cleo Fields.Eine Neuaufteilung war nötig, weil der Oberste Gerichtshof die Wahlkreise in Louisiana Ende April als ethnisch motiviert bezeichnet und deshalb verworfen hatte. Bisher gab es in dem Bundesstaat zwei Wahlkreise, die mehrheitlich schwarz bevölkert sind und von zwei demokratischen Abgeordneten vertreten werden. Einen über sechs Jahrzehnte bestehenden Schutz mehrheitlich schwarzer Wahlkreise weichten die Richterinnen und Richter in ihrem Grundsatzurteil auf.In der Folge machten sich vor allem im Süden der USA Republikaner an eine Neuaufteilung - auch auf Druck von US-Präsident Donald Trump. In Alabama kippte ein Gericht in erster Instanz einen prorepublikanischen Neuzuschnitt, eine finale Entscheidung steht allerdings noch aus. Auch in Louisiana könnte der Neuzuschnitt juristisch angefochten werden.SZ-Korrespondent Boris Herrmann über die Manipulation des Wahlsystems durch Trump und seine Partei:Musiker sagen Auftritt bei Trumps USA-Geburtstagsfeier abKurz nach Veröffentlichung des Programms für eine Konzertreihe zum 250-jährigen Bestehen der USA haben mehrere Künstler ihre Auftritte abgesagt. Zu ihnen gehören die ehemalige Band von Sänger Lionel Richie, The Commodores, die Country-Sängerin Martina McBride und Poison-Frontmann Bret Michaels.Als Grund gaben die Musiker an, dass die Veranstaltung, die nach eigenen Angaben überparteilich ist, zu politisch aufgeladen sei. „Leider hat sich das, was uns als Feier unseres Landes präsentiert wurde, zu etwas deutlich Spaltenderem entwickelt, als ich ursprünglich zugesagt hatte“, schrieb Sänger Michaels auf Instagram. Die Konzertreihe wird von einer nach eigenen Angaben gemeinnützigen Organisation veranstaltet, die sich den Jubiläumsfeierlichkeiten in der US-Hauptstadt widmet – diese selbst gehen jedoch auf einen Aufruf von Donald Trump zurück. Das Line-up zwischen dem 25. Juni und dem 10. Juli war am Mittwoch veröffentlicht worden. Fabrice „Fab“ Morvan vom ehemaligen Pop-Duo Milli Vanilli will trotz der Absagen anderer Künstler in Washington D.C. auftreten. „Ich bin hier, um die Menschen zu unterhalten und zu vereinen, nicht um sie zu spalten“, sagte Morvan dem Online-Musik- und Filmmagazin „Consequence“. Neben Morvan halten bislang auch unter anderem die Rapper Vanilla Ice und Flo Rida an ihren Auftritten fest.Gericht stoppt Trumps Entschädigungsfonds für angebliche Justizopfer vorerstUS-Präsident Donald Trump ist mit seinem umstrittenen Entschädigungsfonds für angebliche Opfer der US-Justiz vorerst gescheitert. Ein Bundesgericht in Virginia stoppte vorübergehend die Pläne und setzte eine Gerichtsanhörung für den 12. Juni an, wie aus der Entscheidung hervorgeht. Das Gericht will mit dem Stopp sicherstellen, dass bis zur Klärung des Falls keine Gelder unwiderruflich über den Fonds ausgezahlt werden können.Rund 1,8 Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) sollen laut US-Justizministerium in einen neuen Fonds fließen, mit dem angebliche Opfer von politisch oder ideologisch motiviertem Vorgehen des Staates entschädigt werden sollen. Kritiker befürchten, dass Staatsgeld für die Belohnung von Trump-Anhängern ausgegeben werden könnte, die beim Sturm auf das Kapitol 2021 dabei gewesen waren und dafür während der Regierungszeit Joe Bidens angeklagt worden waren. Trump hatte nach seinem Amtsantritt 2025 etliche Begnadigungen ausgesprochen. Trump hatte wegen seines Entschädigungsfonds – „Anti-Weaponization Fund“ – selbst aus den Reihen der Republikaner massiv Kritik auf sich gezogen. Kritiker reden von „Schmiergeld“ für Trump-Getreue und von Korruption. Im Kongress wurden sogar Abstimmungen über andere Haushaltsgelder vorerst verzögert, um so Druck auf Trump aufzubauen.Krieg mit Iran treibt US-Inflation auf Drei-Jahres-Hoch Die Inflation in den ​USA hat sich im April wegen des Kriegs mit Iran und steigender Energiepreise beschleunigt. Der für die US-Notenbank Fed maßgebliche Preisindex für private Konsumausgaben (PCE) kletterte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent, ​wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Dies ist der stärkste Anstieg seit Mai 2023. Die Daten stützen die Einschätzung von Experten, dass die Fed ihren Leitzins bis weit ins nächste Jahr hinein unverändert lassen könnte. Der ​Konflikt ​mit Iran hat den Schiffsverkehr in der Straße ‌von Hormus gestört und die Energiepreise in die ‌Höhe getrieben. Im April stiegen die Benzinpreise in den USA um 12,3 Prozent. Seit Beginn des Kriegs Ende Februar haben sie sich um mehr ​als 50 Prozent ​verteuert.Die Konsumausgaben, die für mehr als zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung stehen, legten im April zwar um 0,5 Prozent zu. Die hohen Preise schönen jedoch die ⁠Statistik. Experten gehen davon aus, dass die Verbraucher ihre ‌Ausgaben bald zurückfahren werden, ‌da die Inflation die Lohnzuwächse übersteigt und damit an der Kaufkraft nagt. Die steigenden Preise belasten Donald ‌Trump. Der US-Präsident hatte die Wahl ‌2024 maßgeblich mit dem Versprechen gewonnen, die Inflation zu senken. ​Einer Umfrage von Reuters/Ipsos aus der vergangenen Woche zufolge sanken seine Zustimmungswerte auf einen der niedrigsten ​Stände seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus. Als Grund gilt eine ‌nachlassende Unterstützung unter den Republikanern. Die hohe Inflation gefährdet die Mehrheit seiner Partei bei den Kongresswahlen im November.Trump erneuert Klage gegen „Wall Street Journal“Der juristische Streit zwischen Donald Trump und dem Wall Street Journal geht in die nächste Runde. Nach einer ersten Schlappe für den US-Präsidenten vor Gericht im April reichte er am Mittwoch eine überarbeitete Klage gegen die Herausgeber der Zeitung ein, wie das WSJ berichtet.Im Kern geht es dabei um die Veröffentlichung eines Gratulationsschreibens an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Trump behauptet, dadurch verleumdet worden zu sein. Vor wenigen Wochen war die Klage von einem Bezirksgericht in Florida vorläufig abgewiesen worden. Richter Darrin P. Gayles urteilte, Trump habe nicht plausibel darlegen können, dass die Zeitung mit der Veröffentlichung des Schreibens an Epstein in „böswilliger Absicht“ gehandelt habe. Bestimmte Kriterien seien zudem „bei Weitem“ nicht erfüllt worden.In der nun überarbeiteten Klage heißt es den Angaben nach, das Wall Street Journal habe in mehreren Punkten in böswilliger Manier gehandelt. Zudem wird darauf verwiesen, dass der Präsident eine Beteiligung an dem Brief mehrfach dementierte. In der Klage fordert Trump wie auch zuvor einen Schadenersatz in Milliardenhöhe.Die US-Zeitung hatte 2025 von einem angeblichen Glückwunschschreiben an Epstein zu dessen 50. Geburtstag im Jahr 2003 berichtet, das den Namen Trumps trägt. Die Zeitung stellt so eine weitere Verbindung zwischen Trump und dem US-Finanzier her. Der 2019 in Haft gestorbene Epstein betrieb über Jahre einen Missbrauchsring, dem eine bis heute unbekannte Zahl von Frauen und Mädchen zum Opfer fielen.In dem Brief mit anzüglichem Inhalt sollen mit einem Marker die Umrisse eines Frauenkörpers gezeichnet worden sein. Die Zeitung berief sich auf Einblick in Dokumente. Trump bestreitet, Urheber gewesen zu sein.Jill Biden dachte, ihr Mann hätte im TV-Duell einen SchlaganfallDie frühere First Lady der USA, Jill Biden, hat sich 2024 während des TV-Duells zwischen Joe Biden und dem damaligen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump um die Gesundheit ihres Mannes gesorgt. „Ich dachte, oh mein Gott, er hat einen Schlaganfall, und das hat mir eine Heidenangst eingejagt“, sagte sie in einem vorab veröffentlichten Ausschnitt der Sendung „Sunday Morning“ von CBS News.Sie wisse nicht, was an dem Tag los gewesen sei, sagte Biden über ihren damals 81-jährigen Mann. „Ich hatte Angst, denn ich hatte Joe noch nie zuvor und auch seitdem nie wieder so gesehen“, sagte die frühere First Lady.Der Demokrat Joe Biden war wegen seines misslungenen Auftritts bei einem TV-Duell mit Trump im Sommer 2024 heftig in die Kritik geraten. Er verhaspelte sich mehrfach, verwechselte Jahreszahlen und suchte nach Worten. Auch Parteifreunde fingen plötzlich an, mehr oder weniger offen infrage zu stellen, ob Biden physisch und mental noch fit genug sei für eine weitere Amtszeit. Knapp einen Monat nach dem Auftritt verkündete er seinen Rückzug. Daraufhin ging Vizepräsidentin Kamala Harris für die Demokraten in das Rennen gegen Trump – und verlor bei der Wahl im November. Trumps Justizministerium ermittelt gegen Autorin E. Jean CarrollDas US-Justizministerium hat Medienberichten zufolge Ermittlungen wegen Meineids gegen die Autorin E. Jean Carroll aufgenommen. ABC News und CNN berichten unter Berufung auf ungenannte Quellen, die Behörde prüfe, ob Carroll in dem Zivilverfahren gegen Präsident Donald Trump nicht die Wahrheit gesagt habe.CNN zufolge geht es um eine eidesstattliche Erklärung, in der Carroll angegeben habe, keine externe Finanzierung für ihre Klage erhalten zu haben. Später sei bekannt geworden, dass der Milliardär Reid Hoffman einen Teil der Kosten übernommen habe. Justizminister Todd Blanche habe sich laut CNN aus den Ermittlungen zurückgezogen, weil er früher als Anwalt für Trump gearbeitet habe.Eine New Yorker Geschworenenjury hatte 2023 entschieden, Trump habe Carroll 1996 in einem Kaufhaus sexuell missbraucht und später verleumdet. Trump wurde zu fünf Millionen Dollar Entschädigung verurteilt. In einem zweiten Verleumdungsprozess sprach ein Gericht Carroll Anfang 2024 weitere 83,3 Millionen Dollar zu. Trump weist die Vorwürfe zurück. Mehr zu den Hintergründen lesen Sie hier: US-Militär: Toter bei Angriff auf Drogenboot im Pazifik Bei einem US-Angriff auf ein Boot mutmaßlicher Drogenschmuggler im östlichen Pazifik ist nach Militärangaben ein Mann getötet worden. Bei der Attacke habe es auch zwei Überlebende gegeben, teilte das für die Region zuständige Südkommando (Southcom) des US-Militärs auf der Plattform X mit. Deshalb sei die US-Küstenwache für Rettungsmaßnahmen eingeschaltet worden. Es gab keine Angaben dazu, ob die Personen geborgen werden konnten. Das Boot sei Geheimdiensterkenntnissen zufolge im Pazifik entlang einer für den Drogenschmuggel bekannten Route unterwegs gewesen, erklärte das US-Militär. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.US-Präsident Donald Trump und seine Regierung lassen seit vergangenem Herbst immer wieder Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Pazifik angreifen. Dabei wurden nach Angaben des Militärs bereits weitaus mehr als 100 Personen getötet. Als rechtliche Grundlage für die Attacken führt Trumps Regierung den Umstand an, dass Drogenkartelle von ihr zu Terrororganisationen erklärt wurden. Kritiker zweifeln indes an, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind.Trump-Kandidat Paxton gewinnt Vorwahl in Texas Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton hat die republikanische Stichwahl um den Senatssitz klar gewonnen und den langjährigen Senator John Cornyn geschlagen. Nach Auszählungsstand um knapp 4 Uhr deutscher Zeit liegt Paxton bei etwa 63 Prozent, Cornyn bei 37 Prozent. Paxton setzt sich eine Woche nach einer Wahlempfehlung von Präsident Donald Trump durch und trifft im November auf den Demokraten James Talarico. Texas hat seit 1988 keinen Demokraten mehr in den Senat gewählt.Cornyn räumt die Niederlage kurz nach Schließung der Wahllokale ein. Paxtons Sieg gilt als Signal für Trumps Einfluss in der Partei, zugleich könnte der Sitz dadurch umkämpfter werden als sonst, da Paxton mit so einigen Skandalen vorbelastet ist. 2023 leitete das Repräsentantenhaus von Texas ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn ein, unter anderem wegen Bestechlichkeit und Amtsmissbrauchs zugunsten eines Spenders. Biden klagt gegen Justizministerium wegen Interview-Aufnahmen Ex-Präsident Joe Biden verklagt das US-Justizministerium, um die Weitergabe von Audioaufnahmen und Abschriften aus Interviews für ein Memoiren-Projekt zu stoppen. Die Materialien stammen aus Gesprächen, die ein Sonderermittler im Zusammenhang mit Untersuchungen zu Bidens Umgang mit Verschlusssachen geführt hatte, am Ende gab es keine Anklage. Die Interviews flossen später in die Arbeit an Bidens Memoiren von 2017 ein. Hintergrund ist ein langes Rechtsverfahren um eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz, das die konservative Heritage Foundation angestoßen hat. Biden wirft dem Ministerium vor, seine Linie zu Ausnahmen im Informationsfreiheitsrecht zu verlassen und eine Anfrage des Justizausschusses im Repräsentantenhaus nur als Umgehung dieses Verfahrens zu nutzen. Die geplante Offenlegung am 15. Juni sei ein ungerechtfertigter Eingriff in seine Privatsphäre, heißt es in der Klage. Anti-ICE-Proteste in New Jersey: Einwanderungsbehörde verteidigt sich Angesichts anhaltender Proteste vor einem ICE-Zentrum im US-Bundesstaat New Jersey hat sich die umstrittene US-Einwanderungsbehörde gegen Vorwürfe von menschenunwürdigen Bedingungen dort verteidigt. Alle in dem Zentrum festgehaltenen Menschen bekämen regelmäßige Mahlzeiten sowie Zugang zu Wasser, Kleidung, Bettwäsche, Duschen, Hygieneartikeln und Ärzten, teilte die Behörde über die Online-Plattform X mit. Zudem könnten sie mit ihren Familien und Anwälten kommunizieren.Vor dem Zentrum in der Stadt Newark nahe der Millionenmetropole New York, in dem derzeit rund 300 Menschen festgehalten werden, protestieren schon seit Tagen Dutzende Menschen. Sie werfen ICE unter anderem vor, dass die dort festgehaltenen Menschen nicht ausreichend Nahrung und Zugang zu medizinischer Versorgung bekämen. Bei Zusammenstößen benutzten die Einsatzkräfte nach Angaben der Demonstranten auch Pfefferspray und Schlagstöcke. Republikaner scheitern vorerst mit Wahlkreiszuschnitt in AlabamaEin Bundesgericht in Alabama hat den Neuzuschnitt von Wahlkreisen in dem US-Bundesstaat vorläufig blockiert. Damit scheiterten die Republikaner mit dem Versuch, einen Wahlkreisplan aus dem Jahr 2023 wieder einzuführen, der laut Richtern schwarze Wählerinnen und Wähler diskriminiert. Demnach untersagte das Gericht dem republikanisch regierten Alabama laut Gerichtsakte vorläufig, „die Kongresswahlen 2026 gemäß dem Plan von 2023 durchzuführen“.Der Fall beschäftigte schon mehrmals Gerichte in den USA. Bei der jetzigen Anordnung handelt es sich um eine einstweilige Verfügung. Es ist eine, zumindest kurzfristige, Niederlage für die Republikaner in dem südlichen Bundesstaat. Denn Alabama legte gegen die Anordnung bereits Berufung ein. Hintergrund der Neuzuschnitte von Wahlkreisen – das sogenannte Redistricting – ist, dass alle zehn Jahre die Wahlkreise neu zugeschnitten werden müssen, damit sie jeweils ähnlich viele Einwohner umfassen. In der Praxis nutzen Parteien diesen Prozess jedoch oft, um sich Vorteile zu verschaffen: So können aus einem Wahlkreisteil mit klarer Mehrheit Gebiete in einen anderen Wahlkreis verfrachtet werden, in dem das Rennen enger ist.Im Fall von Alabama vertreten die Richter die Auffassung, dass der geforderte Wahlkreisplan der Republikaner vorsieht, die Stimmen schwarzer Wählerinnen und Wähler so auf die Wahlkreise zu verteilen, dass sie verwässern. In vielen Bundesstaaten befassen sich US-Gerichte mit derartigen Fällen. Am 3. November gibt es in den USA Parlamentswahlen: Das Repräsentantenhaus wird komplett neu gewählt und ein Teil des Senats. Bei diesen Zwischenwahlen könnte jedes einzelne Abgeordnetenmandat entscheidend sein. Auf Druck von US-Präsident Donald Trump sind seine Parteifreunde in den Bundesstaaten dabei, die Linien zugunsten der Republikaner neu zu ziehen. In Texas, Florida, Oklahoma, Tennessee, Alabama, North Carolina und Ohio gab es neue Wahlkreise oder Pläne dafür. Die Demokraten zogen etwa in Kalifornien und Virginia nach, stehen aktuell aber schlechter da.Mehr ladenTickarooLive Blog Software