Die Servette-Frauen holen gegen YB souverän den Meistertitel zurückDie Genferinnen gewinnen das Rückspiel im Play-off-Final gegen YB 2:0 und bestätigen ihre fast makellose Saison. Die Bernerinnen haben der Referenz im hiesigen Frauenfussball wenig entgegenzusetzen.29.05.2026, 20.54 Uhr2 LeseminutenDie Genferinnen jubeln schon nach 80 Sekunden über das 1:0 gegen YB.SALVATORE DI NOLFI / KEYSTONEPeter Knäbel, der Präsident des Schweizerischen Fussballverbands, beendet unten an der Seitenlinie das Fernsehinterview, es erklingt die Nationalhymne, und auf der Tribüne blinzeln über 5800 Personen in der Hitze in die Sonne. Hinter der Ersatzbank sprühen Funken-Fontänen. Alles ist angerichtet für den Final der Frauen-Meisterschaft.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Aber oha, die YB-Frauen werden vom Favoriten, vom Servette FC Chênois Féminin, abermals auf dem falschen Bein erwischt. Während im Hinspiel in Bern (1:2) der Rückstand nach 5 Minuten Tatsache war, dauert’s im Stade de Genève etwas mehr als 80 Sekunden. Die Stürmerin Magdalena Sobal kann sich im gegnerischen Strafraum fast unbehelligt bewegen – und trifft zum 1:0.Nach dem Hinspiel sprach die YB-Trainerin Imke Wübbenhorst von einem «frühen Eierding», das die Aufgabe erschwert habe. In Genf ist’s kein Eierding mehr, sondern eine Last, die zu schwer wiegt und nach einer Viertelstunde zur unlösbaren Aufgabe wird, als Paula Serrano für die Genferinnen das 2:0 erzielt. Früh ist dem Spiel die Spannung entzogen, zumal Servette bereits das Hinspiel 2:1 gewonnen hatYB steht für die sachte Entwicklung des FrauenfussballsSo holt sich die Frauen-Sektion des Servette FC überlegen den Meistertitel zurück, den sie 2025 nach dem überraschenden Aus in den Play-off-Viertelfinals gegen GC schliesslich an YB hat abgeben müssen. Das wirkt im Rückblick wie ein Betriebsunfall. Die Genferinnen gewinnen die Meisterschaft mit 42:5 Toren, im Play-off fügen sich 16:2 Tore hinzu. Sie, fast von A bis Z international zusammengesetzt, sind die Referenz im Schweizer Frauenfussball.Die entthronten YB-Frauen haben gleichwohl eine gute Saison hinter sich, zumal es nach dem Titel 2025 zu einem grossen Umbruch gekommen ist. Zudem fiel die Leaderin Stephanie Waeber verletzt aus, und Ramona Bachmann wird, sofern sie gesund bleibt, dem Team ebenfalls Qualität hinzufügen. Immerhin haben sich die Bernerinnen einen inoffiziellen Titel geholt: Wer den Effekt der Frauen-EM 2025 sucht, findet ihn in Bern. Davon zeugt der beachtliche Zuschauerschnitt von über 3300.Passend zum Artikel