6:1 und immer hungrig geblieben: Das Schweizer Fussball-Nationalteam der Frauen holt sich den GruppensiegDie Schweizerinnen gewinnen das fünfte WM-Qualifikationsspiel gegen Malta im neuen Stadion in Lugano und steigen wieder in die Nations League A auf.05.06.2026, 21.41 Uhr3 LeseminutenAktualisiertSchweizer Torjubel bei der Eröffnung des neuen Fussballstadions in Lugano: Das Nationalteam der Frauen besiegt Malta deutlich.IMAGO/Grant Hubbs / Imago(sda/eva.) 20 Jahre lang spielte das Schweizer Fussball-Nationalteam der Frauen nicht mehr im Tessin. Nun kehrte es für das fünfte WM-Qualifikationsspiel zurück – und weihte mit der Partie gegen Malta die AIL Arena ein. Diese wird ab Juli die neue Heimat des FC Lugano sein. Gut 8000 Plätze bietet das Stadion, und die 7500 Anwesenden am Freitagabend, darunter die Tessiner Sportprominenz Lara Gut-Behrami und Valon Behrami, wurden bestens unterhalten. Die Schweiz bezwang Malta 6:1. Bereits zur Halbzeit führte sie 4:1, dank Toren von vier verschiedenen Spielerinnen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Das Schweizer Nationalteam (Weltnummer 25) spielte gegen die Weltnummer 91 souverän, engagiert und effizient. Das war in dieser ersten Phase der Qualifikation für die WM 2027 in Brasilien nicht immer der Fall gewesen, auch gegen schwächere Gegnerinnen. Am Freitag aber zeigte die Schweiz den wohl besten Auftritt unter dem neuen Trainer Rafel Navarro.Vor allem das erste war ein traumhaftes Tor. Nicht einmal acht Minuten waren gespielt, als die 19-jährige Sydney Schertenleib den Ball von der Strafraumgrenze aus per Schlenzer an Goalie Maya Cachia vorbeibrachte und zum 1:0 traf.Auch in der Folge waren die Schweizerinnen das dominante Team. Dass Maltas Ausgleich in der 21. Minute per Weitschuss beim 6:1-Sieg der Schweiz letztlich nur eine Randbemerkung blieb, dafür sorgten in den ersten 45. Minuten Seraina Piubel, Riola Xhemaili und Aurélie Csillag. Piubel, die seit über einem Jahr nicht mehr in der Startelf des Nationalteams gestanden hatte, traf postwendend nach dem Ausgleich zur erneuten Führung, Xhemaili und Csillag erhöhten diese kurz vor der Pause zum 4:1.Weiter ging das Torspektakel auch in der zweiten Halbzeit. Unter anderem traf Xhemaili erneut und damit auch zur Wiedergutmachung für den in der 54. Minute verschossenen Penalty.Nun wird die nächste Hürde etwas leichterDie Schweiz steht damit vorzeitig als Gruppensiegerin fest und hat ihre Pflicht erledigt; am Dienstag folgt noch das sechste und letzte Gruppenspiel gegen Nordirland. Auch der Wiederaufstieg in die Nations League A ist damit gesichert. Und: Der nächste Schritt in der komplizierten WM-Qualifikation wird ein bisschen einfacher.Nur die vier Gruppensieger der Liga A erhalten ein direktes Ticket für Brasilien. Alle weiteren Länder müssen sich über zwei Playoff-Runden qualifizieren. In der ersten, die im Oktober stattfindet, trifft die Schweiz als Gruppensiegerin auf ein zweit- oder drittplatziertes Team der Liga B. Also auf Equipen, die in der Tendenz schwächer als die Schweiz einzuschätzen sind. Die Auslosung für diese Playoff-Runde findet am 18. Juni statt.In der zweiten Playoff-Runde treffen die Sieger der ersten Playoff-Runde aufeinander. Sehr wahrscheinlich also, dass sich die Schweiz dann gegen eine Topnation behaupten müsste. Nach diesen Spielen würden für die Schweiz allenfalls gar noch interkontinentale Playoffs warten.Schweiz - Malta 6:1 (4:1)Lugano. - 7526 Zuschauer. - SR Georgieva (BUL). - Tore: 8. Sydney Schertenleib 1:0. 21. Willis 1:1. 23. Piubel 2:1. 38. Xhemaili 3:1. 40. Csillag 4:1. 70. Reuteler 5:1. 81. Xhemaili 6:1.Malta: Cachia; Lucia (79. Xuereb), Gatt, Grange, Zammit; Barbara, (46. Flannery) Sciberras (76. Falzon), Cuschieri; Bugeja (65. Flask), Willis, Farrugia.Schweiz: Peng; Riesen, Calligaris, Maritz, Crnogorcevic (83. Touon); Reuteler, Wälti (67. Sow), Schertenleib (46. Kamber); Piubel (67. Vallotto), Csillag (76. Wandeler), Xhemaili.Bemerkungen: 53. Goal von Csillag wegen vorhergehendem Hands von Gatt aberkannt. 54. Cachia hält Penalty von Xhemaili. Verwarnungen: 37. Grange. 86. Falzon.Passend zum Artikel