Donald Trump darf seinen Entschädigungsfonds für »politische Opfer« zunächst nicht einrichten. Der US-Präsident ist mit seinem umstrittenen Vorhaben für angebliche Opfer der US-Justiz vorerst gescheitert.Ein Bundesgericht in Virginia stoppte die Pläne und setzte eine Gerichtsanhörung für den 12. Juni an, wie aus der Entscheidung hervorgeht. Das Gericht will mit dem Stopp sicherstellen, dass bis zur Klärung des Falls keine Gelder unwiderruflich über den Fonds ausgezahlt werden können.

Trump hatte wegen seines Entschädigungsfonds – Anti-Weaponization Fund – selbst aus den eigenen Reihen der Republikaner massiv Kritik auf sich gezogen. Kritiker reden von »Schmiergeld« für Trump-Getreue und von Korruption. Im Kongress wurden sogar Abstimmungen über andere Haushaltsgelder vorerst verzögert, um so Druck auf Trump aufzubauen.Rund 1,8 Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) sollen laut US-Justizministerium in einen neuen Fonds fließen, mit dem angebliche Opfer von politisch oder ideologisch motiviertem Vorgehen des Staates entschädigt werden sollen.

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Befürchtet wird von Kritikern, dass Staatsgeld für die Belohnung von Trump-Anhängern ausgegeben werden könnte, die beim Sturm auf das Kapitol 2021 dabei gewesen waren und dafür während der Regierungszeit Joe Bidens angeklagt worden waren. Trump hatte nach seinem Amtsantritt 2025 etliche Begnadigungen ausgesprochen.Der Fonds war vergangene Woche als Teil eines ‌juristischen Vergleichs von Trump mit ​der Steuerbehörde IRS ‌angekündigt worden. (Lesen Sie hier mehr.) Trump hatte die Behörde verklagt, nachdem seine Steuererklärungen an die Medien durchgesickert waren. Er zog die Klage zurück – im Gegenzug wurde der Fonds angekündigt; außerdem untersagte das US-Justizministerium der IRS als Teil des Vergleichs, frühere Steuererklärungen von Trump, seinen ‌Verwandten und seinen Unternehmen zu prüfen.