PfadnavigationHomeSportFußballWMJoshua Kimmich„Wir sollten jetzt nicht über irgendwie Finale oder den Titel nachdenken“Stand: 15:57 UhrLesedauer: 3 MinutenJoshua Kimmich am Freitag auf der PressekonferenzQuelle: Getty Images/Alexander HassensteinKeine großen WM-Ansagen vom Kapitän: Kimmich warnt davor, schon jetzt vom Titel zu träumen. Der Fokus müsse zunächst auf anderen Dingen liegen. Für die Debatte um Torwart Neuer hat er kein Verständnis.Joshua Kimmich hat kein Verständnis für die zuletzt intensiv geführten Debatten um die DFB-Rückkehr von Torwart Manuel Neuer. „Rein sportlich darf es die Diskussion nicht geben, weil wir als Deutschland die besten Spieler dabeihaben wollen“, sagte der Kapitän der Nationalmannschaft auf der Pressekonferenz im Teamquartier in Herzogenaurach. Er verstehe die „ganze Diskussion“ um den 40 Jahre alten Neuer, der bei der WM als Nummer eins eingeplant ist, nicht.„Der Manu ist der beste Torhüter aller Zeiten, ist immer noch einer der besten Torhüter der Welt. Für mich ist die Diskussion ein bisschen zu negativ behaftet, weil wir eigentlich kein Problem haben auf der Torhüterposition“, sagte der 31 Jahre alte Kimmich. Auch der Hoffenheimer Oliver Baumann sei hinter Neuer „bereit“.Kimmich äußerte Verständnis für den degradierten Baumann, der von Bundestrainer Julian Nagelsmann zunächst als Nummer 1 für die WM vorgesehen war. „Ich wäre enttäuscht, wenn er nicht enttäuscht gewesen wäre“, sagte der Bayern-Stratege. Nagelsmann hatte Neuer für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko nach zwei Jahren wieder in die Nationalmannschaft geholt. Die Entscheidung war erst nach dem letzten Bundesliga-Spieltag publik geworden. Unter anderem gab es Kritik an Nagelsmanns Kommunikation. Für das Testspiel am Sonntag (20.45 Uhr/ZDF) in Mainz gegen Finnland plant der Cheftrainer wegen Neuers Wadenverhärtung aber noch ohne den Bayern-Torwart. Er wird durch Baumann vertreten.Klinsmann sieht es anders als KimmichAls Top-Favorit sieht Kimmich die DFB-Auswahl bei der WM nicht. „Wir sollten jetzt nicht über irgendwie Finale oder den Titel nachdenken“, sagte er: „Irgendwo ist das ein Traum und ein Ziel, was jeder im Kopf hat. Aber das bringt uns am Anfang des Turniers nicht vorwärts, sondern wir sollten über die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen, nachdenken.“Bei Ex-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann dürften diese Sätze nicht sonderlich gut ankommen. „Wir haben die Verpflichtung, immer den WM-Titel ins Visier zu nehmen“, hatte der Weltmeister von 1990 jüngst in einem Interview der „Rheinischen Post“ gesagt. Sich über einen Viertelfinal- oder Halbfinal-Einzug zu freuen, sei für ihn „der komplett falsche Ansatz“, meinte Klinsmann: „Die Zielvorgabe kann bei Deutschland nur Weltmeister heißen.“ Immerhin gehe man als viermaliger WM-Champion in das Turnier.Lesen Sie auchNach den abschließenden Tests gegen Finnland und am 6. Juni in Chicago gegen die US-Auswahl startet der viermalige Weltmeister am 14. Juni in Houston gegen Curaçao in das Turnier. Die Elfenbeinküste am 20. Juni im kanadischen Toronto und Ecuador am 25. Juni im Endspiel-Stadion von East Rutherford sind die weiteren Gruppengegner.SUF mit dpa