Wanderte 100 Meilen in Drag: Pattie Gonia

Nachdem Pattie Gonia im vergangenen Dezember die Golden Gate Bridge von San Francisco überquert hatte, legte die Dragkünstlerin die Wanderstöcke ab und biss erst mal genüsslich in eine Torte. »$1M = 100 miles« war in roter Zuckerschrift darauf geschrieben, Pattie Gonia teilte ein Video des Moments auf Instagram. Die Dragqueen hatte es geschafft: Einhundert Meilen war Pattie Gonia an der US-Westküste gewandert, hatte sich jeden Morgen die orangefarbene Perücke aufgesetzt und Show-Make-up aufgetragen, war den Tag über gelaufen, gelaufen, gelaufen und hatte Schminke und Perücke abends nach dem Zeltaufbau vorsichtig wieder entfernt. Die Idee: 100 Meilen (ca. 161 km) »in Drag«, also im Szene-Outfit, um Spenden in Höhe von einer Million Dollar für acht Umweltorganisationen zu sammeln. Pattie Gonia hat dieses Ziel erreicht.

Mit Aktionen wie dieser ist Pattie Gonia eine der bekanntesten Dragqueens der USA geworden. Der Erfolg ist eng an den Namen geknüpft. Gegen diesen geht nun die Outdoormarke Patagonia rechtlich vor. Der Fall wirft die Frage auf, wie es so weit kommen konnte. Und ob die Marke den Widerstand unterschätzt hat, der ihr jetzt entgegenschlägt.