Knapp einen Monat vor der alljährlichen Pride-Parade in Rom gibt es Streit über die Teilnahme jüdischer LGBTQ-Gruppen. Die Veranstalter von Roma Pride kündigten an, dass die Organisationen Keshet Italia und Keshet Europe nicht mit einem Festwagen in der Parade dabei sein dürften, weil sie sich nicht vom »derzeitigen Genozid in Gaza« distanziert hätten. Italienische Politiker und Aktivisten kritisieren den Ausschluss.

Veranstalter veröffentlichten politisches ManifestDie Veranstalter der Parade für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und queeren Menschen (LGBTQ+) am 20. Juni veröffentlichten ein politisches Manifest, in dem auch der »derzeit in Gaza vom Staat Israel verübte Genozid« verurteilt wird. Von Teilnehmern mit einem Wagen verlange man, dass sie sich sämtliche Forderungen zu eigen machten, hieß es.

Plakat bei der Pride-Parade in Rom 2025

Wegen des harten Vorgehens im Gazakrieg werden Israel immer wieder Kriegsverbrechen und Genozid vorgeworfen, unter anderem von der Uno . Die israelische Regierung weist diese Anschuldigungen strikt zurück und betont stets, man bekämpfe im Gazastreifen die Hamas und nicht die Zivilbevölkerung. Daneben haben selbst die israelischen Streitkräfte im Januar bestätigt, dass etwa 70.000 Menschen im Gazastreifen getötet wurden. Wie viele davon der Hamas angehörten, ist umstritten.