PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsWo die Limousine noch Zukunft hatImpression: Kia K8 in KoreaStand: 12:01 UhrLesedauer: 4 MinutenIn Südkorea stehen Limousinen für gesellschaftlichen Aufstieg, Komfort und technischen FortschrittQuelle: Alexander Herold_KiaWährend in Europa SUV die klassischen Stufenheckmodelle verdrängen, bleiben große Limousinen in Südkorea Statussymbol, rollendes Büro und Technikträger zugleich. Eine Mitfahrt im Kia K8 zeigt, warum.SP-X/Seoul. Vor dem Terminal des Incheon International Airport reiht sich Limousine an Limousine. Lautlos gleiten schwarze oder silberne Autos vor, Chauffeure öffnen Türen, Koffer verschwinden im Heck. Viele Passagiere lassen sich direkt auf die Rückbank fallen, klappen den Laptop auf oder greifen zum Telefon. Denn selbst ohne Stau dauert die Fahrt vom Flughafen ins Zentrum über eine Stunde. An schlechten Tagen deutlich länger. In Seoul ist das Auto deshalb nicht nur Verkehrsmittel, sondern Arbeitsplatz und Rückzugsraum.

Die Autoindustrie hat den Markt schon lange als lukrative Absatzregion für hochwertig ausgestattete Modelle entdeckt. Dass Mercedes eben erst die neue elektrische C-Klasse ausgerechnet dort mit großem Tamtam präsentierte, war mehr als Standortfolklore. Südkorea ist nicht nur der neuntgrößte Automarkt weltweit, sondern auch eine der wichtigsten Absatzregionen für die Premiumklasse. Vor allem junge Koreaner gelten als luxusorientiert, markenbewusst und technikaffin. Wer möglichst viele Autos wie Mercedes-Maybach S-Klasse, 7er BMW oder Genesis G90 auf der Straße sehen will, muss nur nach Seoul reisen.