PfadnavigationHomeRegionalesMecklenburg-VorpommernOlympia-Referendum in Hamburg: Angst vor dem Déjà-vuStand: 11:10 UhrLesedauer: 4 MinutenDie Plakate der Olympia-Befürworter sind überall in Hamburg zu sehen. Quelle: Markus Scholz/dpaHamburgs Olympia-Initiatoren machen massiv Werbung für die Bewerbung. Für den Senat steht bei der Bürgerbefragung am Sonntag einiges auf dem Spiel.An Olympia kommt in Hamburg derzeit niemand vorbei. Ob Olympia nach Hamburg kommt, wird beim Referendum am Sonntag zwar nicht entschieden. Doch die Bürgerinnen und Bürger können dafür sorgen, dass Hamburgs Bewerbung um das Ringe-Spektakel für 2036, 2040 oder 2044 endet, bevor es überhaupt richtig losgeht - wie vor elf Jahren.
Die Initiatoren mit dem rot-grünen Senat und dem Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) an der Spitze wollen ein Déjà-vu unbedingt vermeiden. 2015 scheiterten die Bemühungen um eine Kandidatur für die Spiele 2024 schon einmal am Bürgerwillen. Auch diesmal ist der Ausgang völlig offen.Der Wahlkampf ist in Hamburgs Straßen überall sichtbar. Schon seit Wochen ist die Stadt voll von Plakaten, Aufstellern und Werbebannern von Befürwortern und Gegnern einer Kandidatur der Nord-Metropole. Vor allem die Initiatoren und Unterstützer der Bewerbung haben groß aufgefahren. Sie bieten eine Reihe von bekannten Vertretern aus Sport, Kultur und Wirtschaft auf, um für das Ringel-Spektakel zwischen Alster und Elbe zu werben.Von Zverev bis Aale-Dieter: Viel Werbung für Olympia in HamburgVon Tennisstar Alexander Zverev über Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig bis hin zu Schauspielerin Lilli Holunder, Sänger Udo Lindenberg oder Fischmarkt-Legende Aale-Dieter reicht die Promi-Palette, die sich für Olympia in Hamburg starkmacht. Politisch wird die Bewerbung vom Senat sowie von den Bürgerschaftsfraktionen von SPD, Grünen und der CDU getragen.Geht man nach der schieren Präsenz der Ja-Sager im Stadtbild, entsteht der Eindruck, die Entscheidung für eine Bewerbung stünde so gut wie fest. Laut einer Erhebung des «Hamburger Abendblatt» sind knapp drei Viertel der etwa 28.000 Plakate Pro-Bewerbung.Die Gegner kommen bescheidener daher. Die Aufsteller der Initiative «NOlympia» und der Linken gehen beinahe unter in der Farbenflut des Logos der Hamburger Olympia-Kampagne. Bekannte Gesichter haben sie nicht.1,3 Millionen Menschen sind aufgerufenEtwa 1,3 Millionen Menschen ab 16 Jahren sind stimmberechtigt. Bis zum Mittwoch konnten sie per Briefwahl abstimmen. Etwa 40 Prozent nutzten diesen Weg. Am Sonntag haben die anderen in 178 Abstimmungsstellen die Möglichkeit, ihr Votum abzugeben. Bis 20.00 Uhr ist eine Tendenz absehbar. Um 22.00 Uhr sollten alle Stimmen ausgezählt sein.Bevölkerung von zwei Hamburger Konkurrenten stimmten zuBürgermeister Tschentscher wäre mit einem Ergebnis von 50 Prozent plus schon zufrieden. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bewertet alle Kandidaten - neben Hamburg sind das München, die Rhein-Ruhr-Region und Berlin - mit Hilfe einer Matrix, in die auch die Bürgerbefragungen berücksichtigt werden. Am 26. September soll entschieden werden, welches Konzept ins internationale Bewerbungsverfahren geht.










