Am liebsten arbeiten die Deutschen so: schön pünktlich Feierabend machen, bloß keine E-Mails am Wochenende beantworten und bei Extra-Aufgaben desinteressiert auf den Boden schauen. Dienst nach Vorschrift, so könnte man diese Arbeitsmoral zusammenfassen. Zumindest scheinen das Politikerinnen und Politiker zu glauben. Und manche Studien geben ihnen recht: »Die große Mehrheit der Beschäftigten ist emotional nur gering an ihren Arbeitgeber gebunden und erfüllt ihre Aufgaben pflichtgemäß, ohne sich darüber hinaus einzubringen«, heißt es im neuen Gallup Engagement Index, einer jährlich erscheinenden Untersuchung zur Motivation und emotionalen Bindung der Arbeitnehmerschaft in Deutschland.
Das Institut der Deutschen Wirtschaft ist da optimistischer und hat herausgefunden: Die meisten Menschen arbeiten – alles in allem – gerne, fühlen sich engagiert und haben nach wie vor eine hohe Bindung zu ihrem Arbeitgeber. Es muss sie also noch geben, diese Menschen, die ihren Job lieben. Die jeden Tag gut gelaunt anfangen und abends zufrieden den Tag beenden.
Woran es liegt, wenn Arbeit glücklich macht, erforschen Wissenschaftler seit Langem. Der Arbeits- und Organisationspsychologe Andreas Hirschi von der Uni Bern sagt beispielsweise, ein hohes Gehalt sei nicht entscheidend.










