Wäsche waschen, Tennis spielen oder spontan nach Europa fliegen: Sogenannte „Soft Off Days“ sind in der Arbeitswelt weit verbreitet. Wie Fast Company berichtet, hat die Praxis, private Erledigungen in die Arbeitszeit einzubauen, seit der Pandemie und der zunehmenden Normalisierung von Homeoffice stark zugenommen. Viele betrachten diese Tage als notwendigen Ausgleich – und auch Expert:innen sehen die Vorteile.Anzeige

Wofür werden „Soft Off Days“ verwendet?

Emma, die in ihrem früheren Job vollständig im Homeoffice arbeitete, nutzte zunächst kleine Zeitfenster für Wäsche oder Einkäufe, bis daraus ein echter „Soft Off Day” wurde. „An einem Wochenende flog ich am Mittwochabend nach Europa, ohne es jemandem zu sagen. Ich nahm am Donnerstag und Freitag ein paar Anrufe entgegen und ließ einfach meinen Slack-Account online. Niemand wusste, dass ich in einer anderen Zeitzone war“, erzählt sie der Redaktion anonym, um ihre Identität zu schützen. Schuldgefühle hatte sie kaum, denn in ihrem Unternehmen zeigte ihrer Aussage nach selbst das Management wenig Engagement.

Auch Grace und Hannah, die ebenfalls nur unter einem Pseudonym mit Fast Company sprechen wollten, gönnen sich hin und wieder einen „Soft Off Day”. Grace sagt: „Das mache ich auch nicht, wenn es den Rest meines Teams überlastet.“ Stattdessen plane sie ihre Woche bewusst so, dass weniger Arbeit anfällt. Hannah wiederum blockiert ihren Kalender mit einem Meeting, um Tennis zu spielen. Dabei wählt sie Zeiten, in denen kaum Anfragen zu erwarten sind, und checkt regelmäßig ihr Diensthandy.Anzeige