Hinter jedem zweiten Hotel weltweit steckt ein Konzern. Wer die Logik dahinter kennt, bucht besserFünf Konzerne kontrollieren einen Grossteil der globalen Hotellerie. Wer ihre Strategien kennt, holt mehr heraus.Claus Schweitzer29.05.2026, 05.30 Uhr10 LeseminutenDas «Raffles Hotel Singapore» ist ein Musterbeispiel moderner Hotellogik: Marke und Eigentum liegen in verschiedenen Händen. Accor betreibt das Hotel, Katara Hospitality gehört das Haus.Costello / GettyWas verbindet das «Raffles Hotel Singapore» mit dem «Ibis Budget Zurich Airport»? Auf den ersten Blick: nichts. Tatsächlich sind die beiden Hotels Schwestern. Beide gehören zur Accor-Gruppe, die weltweit rund 5700 Hotels betreibt, vom Billigquartier bis zum Grand-Hotel.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Das ist kein Einzelfall. Die globale Hotellerie verändert sich rasant. Immer mehr Marken versammeln sich unter immer weniger Konzernen, die gleichzeitig expandieren. Für den Gast entstehen so neue Häuser, neue Standorte, immer feinere Zielgruppensegmente.Marriott etwa betreibt 30 Marken mit etwa 1,6 Millionen Zimmern. Hilton kommt auf rund 1,3 Millionen Zimmer und hat allein letztes Jahr 800 Hotels eröffnet oder übernommen. In Europa gehört bereits jedes dritte Hotel zu einer Kette, in Nordamerika drei von vier.Marken und Management sind das neue GoldDie grossen Ketten besitzen kaum noch Gebäude. Das Eigentum überlassen sie Investoren und Fonds, die das finanzielle Risiko tragen. Die Konzerne machen ihr Geld mit Franchisegebühren, Managementverträgen und Treueprogrammen und können so wachsen, ohne Kapital zu binden. Typische Konditionen: Hyatt übernimmt die Führung eines Hotels und kassiert dafür 4 Prozent des Umsatzes plus 10 Prozent Gewinnbeteiligung.Wenn ein Gast direkt bucht, spart das den Ketten Provisionen an Plattformen wie Booking.com oder Expedia. Zusätzlich verkaufen die Hotels Bonuspunkte an Kreditkartenanbieter, Airlines und Autovermieter, das ist ein stilles, aber lukratives Nebengeschäft.«Nicht selten wissen amerikanische Gäste im ‹Fairmont Le Montreux Palace› oder im ‹Mövenpick Hotel Basel› gar nicht genau, wo sie übernachten», sagt ein Branchenkenner. «Sie wählen einen Standort in der Schweiz und verlassen sich darauf, dass die Marke ein vertrautes Erlebnis liefert. Punkte, Statusvorteile, Gratisnächte inklusive.»Ob Budgethotel oder Ultra-Luxus-Resort: Jede Buchung stärkt die Muttergesellschaft. Wer heute in einem Raffles eincheckt und morgen ein Novotel wählt, beschert Accor dank seinen 45 Marken in jedem Fall Einnahmen. Diese Breite schützt die Konzerne vor Konjunkturschwankungen und Einbrüchen in einzelnen Segmenten.Wer die Konzernlogik kennt, kann sie für sich nutzen. Erstens: Direktbuchung lohnt sich fast immer, weil die Ketten dabei keine Provision an Plattformen wie Booking.com abgeben und diesen Vorteil oft in Form von Zimmer-Upgrades oder Frühstück weitergeben. Zweitens: Treueprogramme wie Marriott Bonvoy oder Hilton Honors sind mächtiger als ihr Ruf, weil sie konzernweit gelten, also auch für Soft Brands wie Softbrands wie Autograph Collection (Marriott), The Unbound Collection (Hyatt) oder MGallery (Accor). Drittens: Wer ein Haus sucht, das wirklich unabhängig ist, achtet darauf, dass es in keinem der grossen Bonusprogramme auftaucht.Die Expansion der Ketten setzt unabhängige Hotels unter Druck, besonders in Städten. Ein frisch eröffnetes Hyatt Regency oder 25-Hours-Hotel kann für ein mittelmässiges Viersternehaus rasch das Aus bedeuten. Behaupten werden sich am ehesten charmante, lokal verankerte Häuser wie das «Hôtel Dame des Arts» in Paris oder das «Lime Tree Hotel» in London – und inhabergeführte Edelherbergen wie das «Baur au Lac» in Zürich oder das «Gstaad Palace».Ein Barkeeper mixt einen Rob Roy, einen Cocktail, der hier im «Waldorf Astoria New York» entstand, einem Vorzeigehotel von Hilton.Jeenah Moon / ReutersKarin Hofer / NZZKarin Hofer / NZZDas «Baur au Lac» in Zürich leitet seit 1844 die Familie Kracht, heute in siebter Generation. Während immer mehr Luxushotels in den Besitz weniger Grosskonzerne übergehen, bleibt es eine seltene Ausnahme.Vom Baukasten zur individuellen HandschriftDie Einheitlichkeit, die Hotelketten gross gemacht hat, wird zum Problem. Deshalb lösen sie sich von starren Standards und setzen auf neue Trendmarken. Jedes Haus soll überraschen, sich klar von anderen abheben, die Besonderheiten des Standorts spiegeln und dadurch unverwechselbar sein. Keines der 330 Hotels der Autograph Collection gleicht deshalb dem anderen. «The Ivens» in Lissabon nicht dem «Duxton Reserve» in Singapur. Auch The Hoxton, Andaz oder Six Senses vermeiden bewusst den Eindruck einer Kette. Millennials und Gen Z danken es ihnen.Doch die Markenflut von Sub- und Mikrobrands birgt Risiken. Unscharfe Profile verwässern das Angebot und verwirren Reisende. Selbst Führungskräfte grosser Hotelgruppen geraten ins Stocken, wenn sie ihre Marken vollständig aufzählen oder die feinen Unterschiede zwischen ähnlich positionierten Labels erklären sollen.Die folgende Übersicht stellt die wichtigsten Hotelkonzerne vor und erklärt die Strategien dahinter.Marriott International:Der universelle PragmatikerIm Jahr 2025 entfielen 68 Prozent aller Übernachtungen weltweit bei Marriott auf Loyalty-Mitglieder. Wer einmal im System ist, bleibt dabei, ob er im Ritz-Carlton oder im Courtyard übernachtet.PDZahl der Hotels: 9400Was in den 1920er Jahren als Kräuterlimonaden-Stand in Washington (DC) begann, ist heute das grösste Hotelunternehmen der Welt. Marriott ist börsennotiert, wird aber weiterhin von der gleichnamigen Gründerfamilie beeinflusst. Der Konzern erzielt rund 20 Milliarden Franken Jahresumsatz und vereint 30 Marken in 140 Ländern.Die Kernmarke Marriott Hotels umfasst rund 600 Ableger, meist in zentralen städtischen Lagen. Ihre DNA ist klar auf Geschäftsreisende ausgerichtet: grosszügige Lobbys, ausgeprägte Konferenz- und Meeting-Infrastruktur, geschmacksneutrales, funktionales Design. Sheraton ist ähnlich positioniert, während sich Westin mit «Heavenly Beds» sowie einem Fokus auf Wellbeing- und Work-out-Konzepte unterscheidet.Jünger und Lifestyle-orientierter präsentiert sich Le Méridien. Die Marke setzt auf lokale Bezüge in Design, Kunst und Kulinarik. Kulturelle Workshops und regelmässige Ausstellungen gehören hier ebenso zum Markenerlebnis wie Sonntagsbrunches, Master-Baristas oder Abende mit Wein-Tastings und Gastköchen.Nach bewohnbaren Designträumen für Akteure der Kreativ-, der Mode- und der Tech-Szene strebt Edition Hotels. Die luxuriöse Boutiquemarke entstand in Zusammenarbeit mit Ian Schrager, dem Pionier der Klubkultur in Hotels. Sein oft zitierter Leitspruch: «Ein gutes Hotel bringt seine Gäste immer ein wenig aus der Fassung.» In «The London Edition» zum Beispiel sind gleich drei Bars zu festen Grössen des Londoner Nachtlebens geworden. Auch bei W Hotels ist das Hotel weniger Rückzugsort als soziale Bühne, doch ist das Publikum jünger (zwischen 25 und 40 Jahren).The Ritz-Carlton bietet an 115 Standorten makellosen, aber einstudiert wirkenden Service sowie konventionellen, sichtbaren Luxus aus Marmor, schweren Stoffen und weltweit wiedererkennbarer Ästhetik. Das unausgesprochene Credo der statusbedachten Gäste lautet: «Ich zahle dafür, dass nichts schiefgeht.» Mehr Charakter zeigen die 65 «Grandes Dames» von St. Regis: aristokratisches Flair, persönlicher Butler-Service und ritualisierte Momente wie der Afternoon-Tea sprechen Old Money, Kulturschaffende und betuchte Individualisten an, oft in prachtvollen Häusern wie dem «St. Regis New York». Einen anderen Ansatz verfolgt The Luxury Collection: Hier steht nicht die Marke, sondern die lokale Identität historischer Häuser im Zentrum. Jedes Hotel erzählt seine eigene Geschichte, vom «Gritti Palace» in Venedig bis zu Häusern wie dem «Hôtel du Couvent» in Nizza, das in einem ehemaligen Kloster aus dem 17. Jahrhundert untergebracht ist.Marken-Highlight: Die Autograph Collection gilt als Vorbild für sogenannte Soft Brands. Sie vereint mittlerweile 330 unabhängige Hotels, die ihren eigenen Namen und Stil bewahren und sich bewusst einem einheitlichen Markenlook entziehen. In der Schweiz etwa «The Hotel» in Luzern. Zugleich profitieren sie vom globalen Vertrieb, vom Reservierungssystem und vom Bonusprogramm von Marriott.Hilton Worldwide:Die Effizienz-IkoneDas «Waldorf Astoria New York»: Die Marke gehört Hilton, das Gebäude einem chinesischen Staatsfonds.Jeenah Moon / Bloomberg / GettyZahl der Hotels: 9000Hilton ist wohl die berühmteste Hotelmarke der Welt, auch wenn kaum eines der Häuser jemals Spitzenplätze in den einschlägigen Rankings belegt. Der Grund liegt in Historie und Marketing: 1919 in Texas gegründet, war Hilton ein Vorreiter der globalen Expansion und verkaufte nicht nur Zimmer, sondern auch das glamouröse Versprechen, «in der Welt zu Hause» zu sein. Zusätzliche Aufmerksamkeit erlangte der Name in den nuller Jahren durch die Eskapaden von Paris Hilton, der Urenkelin des Gründers Conrad Hilton.Bereits 1946 war Hilton als erstes Hotelunternehmen an der Börse notiert. Bis heute nutzt der Konzern seine Bekanntheit geschickt. Neben den klassischen Hilton-Hotels, die Gäste ansprechen, für die Effizienz und Verlässlichkeit zählen, betreibt Hilton 25 Untermarken für unterschiedliche Zielgruppen. Canopy by Hilton etwa spiegelt das lässig-urbane Lebensgefühl des Standorts: ortstypisches Handwerk und Mobiliar, gastronomische Pop-ups, Mitarbeitende mit privaten Tipps jenseits der Touri-Spots. Die Curio Collection by Hilton, vergleichbar mit Marriotts Autograph Collection, bündelt charakterstarke Individualhotels, etwa «The Morrison» in Dublin oder das «Hotel del Coronado» in San Diego.Marken-Highlight: Die Topmarken im Hilton-Universum sind Conrad und Waldorf Astoria. Conrad richtet sich an designaffine Städtereisende und verkörpert kosmopolitischen Chic. Das «Conrad Singapore Marina Bay» zeigt, was das bedeutet: ein Haus, das Grandeur und Leichtigkeit gleichzeitig beherrscht. Waldorf Astoria dagegen steht für repräsentativen Luxus, bekannt vor allem durch das «Waldorf Astoria New York», das im Juli 2025 nach achtjähriger Renovation wiedereröffnet wurde. Bei der Neubelebung dieses Art-déco-Meisterwerks durch den Innenarchitekten Pierre-Yves Rochon blieben legendäre Räume wie Lobby und Grand Ballroom erhalten, während moderne Notwendigkeiten wie ein Spa hinzugefügt wurden. Für Manhattan ist es wieder eine Drehscheibe des gesellschaftlichen Lebens. Die kleinsten der 375 Zimmer beginnen bei 800 Dollar.IHG:Der heimliche RieseDas Six Senses London setzt stark auf Wellness und ist das jüngste Beispiel der IHG-Gruppe, wie durch attraktive Hospitality-Projekte vernachlässige Stadtteile – in diesem Fall Bayswater – neue Impulse erhalten.PDZahl der Hotels: 6600Holiday Inn, Teil der Intercontinental Hotels Group (IHG), zählt zu den bekanntesten Budgetmarken weltweit und ist fast ein Synonym für schlichtes, nostalgisch gefärbtes Reisen. Die meisten Holiday Inns bieten praktische Aufenthalte in Städten, an Flughäfen oder entlang von Autobahnen. Ausreisser gibt es trotzdem: Das «Holiday Inn Resort Kandooma Maldives» überrascht mit schmucken Strandbungalows ab 350 Franken pro Nacht, ideal für Tauchbegeisterte oder sonnenhungrige Familien.Im mittleren Segment der 20 IHG-Marken finden sich die auf Effizienz ausgerichteten Business-Hotels von Intercontinental und Crowne Plaza, während Voco, Kimpton und Hotel Indigo als Premium-Nischen deutlich ortsgebundener auftreten. Vor allem die Boutiquehotels von Indigo setzen auf viel Lokalkolorit: Im «Indigo Paris» bei der Opéra Garnier zieht sich etwa das gestalterische Thema Theater konsequent durch die 57 Zimmer. An der Spitze des Portfolios stehen die zeitlos eleganten Regent-Hotels, allen voran das «Carlton Cannes» als europäisches Vorzeigehaus.Marken-Highlight: Six Senses hat verstanden, was viele Luxusmarken nur behaupten: dass Rückzug und Erlebnis kein Widerspruch sind. Die IHG-Tochter steht für kulturelle Immersion, Wellness mit Substanz sowie ökologische und soziale Nachhaltigkeit, oft in abgelegener Natur. Die Kollektion umfasst derzeit 27 Häuser und spricht gesundheitsbewusste Reisende an, die zugleich Geniesser sind. Das «Six Senses Zighy Bay» in Oman gilt als Leuchtturm der Marke, die inzwischen auch gezielt in Städte expandiert: Im März wurde das «Six Senses London» mit einem Wellnesskonzept eröffnet, das der Stadt bisher gefehlt hat.Accor:Der urbane StilpluralistUrbaner Industrie-Chic verbindet sich mit edler Mid-Century-Gemütlichkeit: Warme Salbeitöne und stilvolles Fischgrätparkett prägen die frisch renovierten Zimmer in «The Hoxton Shoreditch».PDZahl der Hotels: 5700Der französische Hotelkonzern startete 1967 mit dem ersten Novotel in Lille und deckt heute nahezu alle Bedürfnisse von Reisenden ab. Im Luxusbereich positioniert sich Accor mit Raffles, Sofitel und Fairmont. Zudem sicherte sich die Gruppe die Namensrechte an Orient Express und brachte die wiederbelebte Marke letzten Sommer zurück: mit «La Minerva» in Rom. Das «Orient Express Venezia» folgte im April 2026. Beide Häuser sind sorgsam restaurierte historische Gebäude, die Reisenden das Gefühl geben, in der glamourösen Ära des Zugs zu leben, nicht bloss an sie erinnert zu werden.Im Premiumsegment zeigen sich die funktionale Moderne von Pullman, der solide Komfort von Mövenpick Hotels und Swissôtel, beide mit Schweizer Wurzeln, sowie das ästhetische Erlebnis von Mondrian, eindrucksvoll umgesetzt im «Mondrian Bordeaux Les Carmes», wo Philippe Starck Backstein, Holz und sanftes Licht zu einem stimmigen Ganzen gefügt hat. Für Preisbewusste bieten Mercure, Novotel und die Economy-Marke Ibis beständige Standards: Teppiche, Farbpaletten und Ausstattung sind weltweit identisch, ohne regionalen Bezug, oft karg und deprimierend gesichtslos.Als Antwort darauf begründete Accor 2021 ein Joint Venture mit dem englischen Unternehmen Ennismore, einem Pionier des gegenwärtigen Lifestyle-Hotels. Unter diesem Dach operieren Marken wie Mama Shelter, The Hoxton und 25 Hours Hotels: bezahlbar, verspielt und mit Raum für Spontaneität und Begegnung.Marken-Highlight: The Hoxton hat das Mittelklassehotel neu gedacht. Industrial-Chic, lokale Kultur und eine kommunikative Atmosphäre verbinden sich zu einem urbanen, zugänglichen Erlebnis. Die weitläufige Lobby mit flexiblen Lounge-Bereichen, langen Tischen, Coworking-Zonen sowie abendlichen DJ-Sets oder Konzerten ist der Ort, an dem sich Gäste, Einheimische und Durchreisende begegnen. Von «The Hoxton Shoreditch» (2006) bis zu «The Hoxton Vienna» (2024) zeigt die Marke, dass ein Hotelzimmer buchen und Teil eines Quartiers werden zwei Seiten derselben Sache sein können.Hyatt:Der Lifestyle-PionierDas Hôtel Martinez an der Croisette in Cannes verbindet Art-déco-Eleganz mit Riviera-Flair und ist ein Aushängeschild der Unbound Collection von Hyatt.PDZahl der Hotels: 1450Hyatt begann 1957 mit einem Motel nahe dem Flughafen von Los Angeles und ist bis heute eine Ausnahme unter den grossen Hotelkonzernen: Obwohl das Unternehmen börsengehandelt ist, hält die Gründerfamilie Pritzker einen Grossteil der Stimmrechte und spielt weiterhin eine entscheidende Rolle. Die Kette ist zwar auf Expansionskurs, legt aber einen intensiveren Fokus auf langfristige Beziehungen, zu Gästen, Mitarbeitenden, Besitzern und Nachbarschaften, statt auf kurzfristige Optimierung.Eine strategisch kluge Einführung war die Unbound Collection, Hyatts Gegenstück zu Marriotts Autograph Collection: eine Sammlung aussergewöhnlicher, unabhängiger Hotels wie das «Hôtel du Palais» in Biarritz. 2023 übernahm Hyatt zudem die Boutiquehotel-Buchungsplattform Mr & Mrs Smith, ein weiteres Signal für die stärkere Ausrichtung auf einzigartige, kleinere Häuser. Damit werden Gäste angesprochen, die historisch oder lokal verwurzelte Unterkünfte suchen, aber nicht auf Bonuspunkte verzichten wollen.Mittlerweile umfasst Hyatt 35 Marken, darunter The Standard Hotels, die sich an kulturell vernetzte Millennials wenden, die gern auf einem Eames-Armchair in der Lobby ihre E-Mails checken. Weitere auf Lebensgefühl ausgerichtete Marken, etwas exklusiver positioniert und mit stärkerem lokalem Bezug, sind Andaz in urbanen Hotspots und Alila in landschaftlich spektakulären Ferienzielen.Die Hauptmarken Park Hyatt, Grand Hyatt und Hyatt Regency setzen darauf, dass Mitarbeitende ihre Persönlichkeit einbringen und mehr Entscheidungsfreiheit haben als bei anderen Ketten. Park Hyatt punktet mit Boutique-Charakter, Grand Hyatt eher mit Angebotsvielfalt, während Hyatt Regency auf verlässlichen Premiumkomfort setzt und auch für Familien attraktiv ist.Allerdings verzettelt sich die Gruppe mit einer Flut neuer Marken: Unscripted by Hyatt, Me and All Hotels oder Hyatt Select sind selbst für Reiseprofis kaum noch eindeutig zuzuordnen.Marken-Highlight: Das «Park Hyatt Tokyo» wurde durch Sofia Coppolas Film «Lost in Translation» (2003) weltberühmt und wurde nach einer umfassenden Renovierung gerade wiedereröffnet. Einige Schwesterhäuser der Marke sind ebenso beeindruckend, etwa das «Park Hyatt Kyoto» mit seiner subtilen japanischen Innenarchitektur und dem Grundverständnis, dass Luxus nicht demonstrativ gezeigt werden muss. Der wahre Luxus liegt hier im Empfang, der sich zutiefst persönlich anfühlt: Wer nach Jahren zurückkehrt, wird so selbstverständlich freundlich begrüsst, als wäre man kurz für eine Besichtigung der Yasaka-Pagode aus dem Hotel gegangen.Passend zum Artikel
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