PfadnavigationHomePodcastsInside USAPodcast zur US-PolitikIran wird für Trump zur strategischen FalleStand: 18:52 UhrLesedauer: 3 MinutenProtestanten vor dem Büro der Vereinten NationenQuelle: REUTERS/Pierre AlbouyDer Krieg zwischen den USA und Iran entwickelt sich für Donald Trump zu einem strategischen Problem. Militärisch ist viel zerstört, politisch aber wenig erreicht. Der Konflikt zeigt, wie schwer es für den Westen geworden ist, gegenüber autoritären Regimen dauerhaft Druck aufzubauen.

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Hier bekommen Sie einen ersten Eindruck von der Folge:In der aktuellen Folge von „Der Amerika-Effekt“ geht es um den Krieg zwischen den USA und Iran, Trumps Suche nach einem Ausweg und die Frage, warum der Konflikt die strategische Position des Westens infrage stellt. Der aktuelle Stand wirkt widersprüchlich: Während aus Washington immer wieder Signale über mögliche Verhandlungen kommen, nehmen zugleich Angriffe und Drohungen zu. Iran soll amerikanische Anlagen in Kuwait angegriffen haben, die USA wiederum Ziele rund um den Flughafen von Bandar Abbas bombardiert haben, einem zentralen Hafen des Landes. Damit stehen die Zeichen wieder stärker auf Eskalation.Vom Regimewechsel zur SchadensbegrenzungUrsprünglich ging es nach Darstellung der US-Regierung um einen Regimewechsel und darum, ein militärisch nutzbares iranisches Atomprogramm zu verhindern. Inzwischen scheint sich der Fokus verschoben zu haben: Entscheidend ist nun, wie Trump aus dem Krieg herauskommen kann, ohne eine Niederlage einzugestehen.Ein möglicher Deal, bei dem Iran im Gegenzug für das Ende amerikanischer Bombardierungen lediglich die Straße von Hormus wieder öffnen sollte, stieß offenbar auf Widerstand – in Israel ebenso wie in Teilen der Republikanischen Partei. Denn damit wäre die zentrale Atomfrage ungelöst geblieben. Für Trump wird die Lage dadurch enger: Ein schwacher Deal könnte ihm als schlechteres Abkommen ausgelegt werden als der Iran-Nukleardeal von 2015, den er selbst stets kritisiert hatte.Hinzu kommt, dass Iran trotz schwerer Angriffe politisch nicht zusammengebrochen ist. Das Regime hat gezeigt, dass es massive militärische Schläge überstehen kann. Auch die Blockade der Straße von Hormus hat Wirkung entfaltet: Sie setzt vor allem Europa und Teile Asiens wirtschaftlich unter Druck.Warum der Westen geschwächt wirktDer Konflikt sendet deshalb eine Botschaft über Iran hinaus. In vielen Regionen der Welt wird genau registriert, dass selbst die USA und Israel mit enormen militärischen Mitteln ein autoritäres Regime nicht entscheidend bezwingen konnten. Für westliche Demokratien ist das ein strategisches Problem: Sie verfügen zwar über technische und finanzielle Überlegenheit, ändern aber durch Wahlen und politische Konflikte immer wieder ihre Linie.Auch für Europa hat der Krieg Folgen. Die USA wenden sich zunehmend von europäischer Sicherheitspolitik ab, während Deutschland und andere Nato-Staaten stärker eigene Fähigkeiten aufbauen müssen. Außerdem geht es in der Folge um Texas, wo ein skandalumwitterter MAGA-Liebling in den Primaries gewonnen hat und damit weniger die Republikaner als die Demokraten hoffnungsfroh macht.