PfadnavigationHomePodcastsInside USAPodcast zur US-Politik„Nicht unser Krieg“ – Europas gefährliche Illusion im Iran-KonfliktVeröffentlicht am 18.03.2026Lesedauer: 2 MinutenQuelle: picture alliance/Geisler-Fotopress/Agentur Wehnert/M. GränzdörferDurch den Krieg im Iran ist die für die Weltwirtschaft wichtige Straße von Hormus unpassierbar geworden. Donald Trump hoffte auf Unterstützung seiner Verbündeten, bekam aber reihenweise Absagen, unter anderem aus Berlin. Paris hingegen sandte einen Flugzeugträger und andere Truppen gen Osten.Über den unterschiedlichen Umgang der Europäer mit dem Konflikt in Nahost und die aktuelle Lage in den USA berichten US-Korrespondentin Stefanie Bolzen und Frankreich-Korrespondentin Martina Meister im Gespräch mit Antonia Beckermann und Wim Orth.Hier können Sie die Folge direkt hören:

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Hier bekommen Sie einen ersten Eindruck von der Folge:In der aktuellen Folge von „Der Amerika-Effekt“ geht es um die politische und militärische Lage nach mehr als drei Wochen Krieg mit dem Iran. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum die USA trotz massiver Angriffe und demonstrativer Stärke an einem Punkt angekommen sind, an dem militärische Erfolge die strategischen Probleme nicht lösen.Das Weiße Haus stellt den Einsatz naturgemäß als Erfolg dar: zerstörte Ziele, geschwächte Führung, eingeschränkte Fähigkeiten des Gegners. Gleichzeitig bleibt sichtbar, dass der Iran weiter reagieren kann – militärisch, regional und mit Einfluss auf die Straße von Hormus. Gerade dort entscheidet sich mehr als nur eine militärische Frage: Es geht um Energie, Lieferketten und die Stabilität einer ohnehin angespannten Weltlage.Baldiges Ende oder „Boots on the ground“?Zwischen militärischer Stärke und politischer Unsicherheit wird deutlich, wie widersprüchlich die US-Linie wirkt. Einerseits ist von Sieg die Rede, andererseits stehen Drohungen über mögliche Bodentruppen im Raum. Genau hier verläuft offenbar eine empfindliche innenpolitische Grenze. Denn ein Teil der eigenen Anhängerschaft des US-Präsidenten unterstützt Härte, lehnt aber einen neuen großen Krieg mit amerikanischen Soldaten ab. Dass es bereits personelle Brüche im sicherheitspolitischen Umfeld gibt, zeigt, wie umkämpft die Deutung dieses Einsatzes inzwischen ist.Europäische Differenzen im Umgang mit TrumpHinzu kommt der Konflikt mit den europäischen Partnern. Aus US-Sicht ist die Weigerung mehrerer Nato-Staaten, sich offen zu beteiligen, nicht nur ein militärisches, sondern ein Loyalitätsproblem. Besonders brisant ist das, weil Washington den Schutz von Handelswegen als gemeinsames Interesse interpretiert, auch wenn die tatsächlichen wirtschaftlichen Abhängigkeiten komplizierter sind.Frankreich setzt dabei auf eine andere Strategie als Deutschland. Militärische Präsenz, defensive Einsätze und zugleich offene Gesprächskanäle nach Teheran: Daraus entsteht eine Rolle, die über reine Gefolgschaft hinausgeht. Ob daraus Vermittlung, Abschreckung oder der Einstieg in eine neue europäische Verantwortung wird, bleibt derzeit noch offen.